Mitterretzbach

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:58

von Christoph Reiterer

Lieber mutig als jammernd. Christoph Reiterer über eine klare Ansage einer kleinen Gemeinde.

Schlappe 80.000 Euro blättert die Gemeinde für das alte Zollhaus in Mitterretzbach hin. Das ist keine Unsumme für ein so geschichtsträchtiges Gebäude, dessen Zustand als „top“ bewertet wird. Spannend ist außerdem der Deal mit der Bundesimmobiliengesellschaft, wonach das Haus der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen ist.

Das lässt Interpretationsspielraum, klingt aber nach jeder Menge Aufwand und persönlichem Einsatz von Idealisten, der getrieben werden muss, um das alte Haus mit Leben zu füllen und zu erhalten.

Ein Hirngespinst, noch dazu in seiner entlegenen Gegend, werden die einen sagen. Schließlich zählen die Idealisten zu den vom Aussterben bedrohten Rassen. Eine bewundernswerte Vision, um ein Zeichen für Nachbarschaft und Frieden zu setzen, werden die Optimisten meinen.

Mit der Begründung, wir kaufen’s, bevor’s ein anderer tut und Blödsinn damit macht, übernimmt die Gemeinde jedenfalls Verantwortung. Und das nötigt mehr Respekt ab, als jene, die ständig erzählen, was bei uns alles nicht möglich ist.