Erstellt am 11. November 2015, 04:57

von Christoph Reiterer

Nur nicht zu viel von wurscht was. Christoph Reiterer über die Reflexion zur WHO-Fleischstudie.

Verarbeitetes Fleisch und Wurstwaren in derselben krebserregenden Kategorie wie Asbest oder Nikotin: Mit dieser Erkenntnis der Internationalen Krebsforschungsagentur IARC wurden wir Konsumenten kürzlich beglückt, just als der NÖ Bauernbund seine Sympathiekampagne „Österreich isst frei“ für die Leistungen der heimischen Landwirtschaft startete.

Die Weltgesundheitsorganisation hat mittlerweile zurückgerudert und – wie nicht anders zu erwarten – zeigten auch lokale Ernährungsexperten wenig Verständnis für die Art und Weise des globalen Warnrufes.

Die WHO-Behörde hat aber sogar Gutes getan, wenn es ihr gelungen ist, den Hausverstand der Konsumenten zu bemühen. Denn der präzise Schluss, dass das Darmkrebs-Risiko je 50 Gramm verarbeitetes Fleisch am Tag um 18 Prozent steigt, ohne zu differenzieren, wer das Fleisch wo und wie verarbeitet hat, darf schon einmal hinterfragt werden. Und am Ende bleibt die Erkenntnis, dass unausgewogene Ernährung mit Produkten fraglicher Herkunft voll ungesund ist. Danke an die 22 beteiligten IARC-Experten.

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