Hollabrunn

Erstellt am 05. April 2017, 04:48

von Christoph Reiterer

Opposition will mitspielen …. Christoph Reiterer über Politik, die nicht immer zimperlich ist.

Mit ihrer Kritik an der Einstellung einer JVP-Funktionärin für die Öffentlichkeitsarbeit des Bürgermeisters hat die Hollabrunner SPÖ die Volkspartei aus der Reserve gelockt. Streitpolitik wie in alten Zeiten wird den Roten im Gegenzug vorgeworfen. Und ein Ablenken von der eigenen Einsatzfreude.

Wobei gerade das glatt ein bisschen unfair ist. In den letzten Wochen und Monaten hat sich die Stadt-SPÖ per Aussendung oder Aktionismus öfter zu Wort gemeldet, als manche Vorgänger in ganzen Gemeinderatsperioden. Darunter war Originelles wie das vorweggenommene Spatenstichfoto für den Kindergarten am Volksfestgelände oder Aufwendiges wie die Initiative gegen die Verbauung des Waldsportplatzes.

Dass sich die Opposition ihrem 14:23-Mandate-Schicksal ergibt, wird‘s nicht spielen. Das weiß die VP genauso gut. Und dass Hollabrunn keine politische Blutwiesen-Ausnahmesituation darstellt, beweist etwa die Nachbarstadt Stockerau: Dort sind die Schwarzen nicht weniger zimperlich, während sich der Bürgermeister an die rot-blaue Mehrheit klammert.