Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:02

von Christoph Reiterer

Roter Warnschuss für die Blauen?. Christoph Reiterer über das reichliche Konfliktpotenzial in Hollabrunns Politik.

Angesichts der Selbstzerstörung, in die sich die SPÖ Hollabrunn hineingeritten hat, konnte sich auch der Landeshauptmann vergangene Woche im Rahmen des ÖVP-Weinvierteltages einen Seitenhieb nicht verkneifen. „Müsst ihr euch halt eine interne Opposition aufbauen“, lachte Erwin Pröll zu Bürgermeister Erwin Bernreiter, der sich grinsend jeden weiteren Kommentar ersparte.

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Wenn man SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Laimer hört, hat man allerdings nicht das Gefühl, dass jene vier Mandatare, die durch ihr Ausscheren gegen Fraktionschef Jakob Raffel den Stein ins Rollen brachten, an den Pranger gestellt werden. Vielmehr spricht der Polit-Stratege von notwendigen Änderungen. Änderungen in einem nicht mehr taufrischen Team, das es über Monate hinweg nicht geschafft hat, einen schwelenden Konflikt in den Griff zu bekommen.

Ob die FPÖ Hollabrunn noch rechtzeitig ihre Lehren daraus zieht? Dort brodelt’s, weil die Alphatiere Scharinger und Lausch längst nicht mehr miteinander, sondern bestenfalls nebeneinander arbeiten.