Erstellt am 13. April 2016, 05:34

von Christoph Reiterer

Schade um das Projekt. Christoph Reiterer über die Delogierung im Hollabrunner Studentenheim.

Was mit einem Gemeinderatsbeschluss hinter verschlossenen Türen ziemlich holprig begann, fand nun auch ein ziemlich unwürdiges Ende: Die 21 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sind raus aus ihrer Unterkunft im Studentenheim. Der Bürgermeister beteuert, dass er ein Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit setzen wollte, er nun aber die Reißleine ziehen musste. Und er bittet, in der Beurteilung seiner Entscheidung sachlich zu bleiben.

Das ist gar nicht so einfach angesichts der fast schon gewohnten Bemühungen aller Beteiligten, Informationen hintanzuhalten. Der Stadtchef muss sich seiner Sache jedenfalls sehr sicher sein, die Delogierung so kurzfristig anzuordnen.

Warum nicht versucht wurde, die Burschen in der Region zu halten, um ihnen hier weiter den Schulbesuch zu ermöglichen? Kein Kommentar vom betreuenden Verein menschen.leben. Dass es zuvor schon den einen oder anderen „kleineren Zwischenfall“ gegeben hat, ist ein offenes Geheimnis. Das ändert aber nichts daran, dass die Integrationsarbeit, die hier bereits geleistet wurde, jetzt wieder unterlaufen wird.




 

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