Erstellt am 01. Juni 2016, 05:55

von Christoph Reiterer

Seltene Gattung: Schräger Vogel. Christoph Reiterer über den goscherten Provinzpolitiker mit Ablaufdatum.

Er bezeichnet sich unverhohlen als Autotandler, werkt als Kindersportbetreuer, Flüchtlingshelfer und Artenschützer und wird von Querkopf Roland Düringer als „befreundeter Provinzpolitiker“ gerne zitiert. Mit Vorliebe spöttelt Walter Naderer über die Machtverhältnisse in seiner früheren Partei, der er als Wirtschaftsbündler angehörte, und deren Klientel. Nur an sein Stronach-Intermezzo wird der mittlerweile parteilose 54-Jährige nicht so gerne erinnert.

Seine Zeit als Landtagsabgeordneter läuft langsam ab und es sieht nicht danach aus, als hätte der unermüdliche Systemkritiker vor, sich bis dahin noch viele Freunde zu machen. Der Unmut, den er sich in der Vorwoche zuzog, war groß wie selten zuvor. Da bezeichnete er ausgerechnet die Helfer in den Wahllokalen als „Vögel“, denen viele nicht in die Augen blicken wollen.

Das empfand sogar ein Wolfgang Scharinger, in seiner Wortwahl als Hollabrunner Stadtrat oft auch nicht gerade zimperlich, als übers Ziel geschossen. Die Zahl jener, die froh sind, dass der „schräge Vogel“ vom Aussterben bedroht ist, ist wieder gestiegen.