Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:57

von Christoph Reiterer

Sie mögen sich einfach nicht. Christoph Reiterer über die Krise in der SPÖ Hollabrunn, Teil II.

Der Tatbestand (O-Ton) sei eindeutig, die Vorgangsweise nicht nachvollziehbar. Und er habe gelernt, immer alles bis zum Ende zu denken. Für Werner Gössl waren die letzten Tage besonders bitter. So überzeugt war er, ein dynamisches Team für die politische Arbeit in der Bezirkshauptstadt gefunden zu haben, nachdem er selbst von den Wählern eine Abfuhr erteilt bekommen und sich zu Beginn des Jahres aus der Gemeindepolitik zurückgezogen hatte.

Und jetzt? Jetzt hat er ein eh nur noch sechsköpfiges Team im Gemeinderat, das nicht mehr an einem Strang zieht. Und warum? Auf den Punkt gebracht: Weil die einen die anderen einfach nicht (mehr) leiden können.

Um da noch einmal einen Weg des Miteinanders zu finden, muss zumindest eine Seite ganz schön weit über ihren Schatten springen. Und es wird interessant zu beobachten, ob die SPÖ-„Revoluzzer“ bis zum Ende gedacht haben. Oder ob die politische Laufbahn von sozialdemokratischen Nachwuchshoffnungen – Josef Frank ausgenommen – zu Ende ist, bevor sie noch richtig begonnen hat.

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