Hollabrunn , Wullersdorf

Erstellt am 19. Juli 2017, 02:22

von Peter Sonnenberg

Belohnung für die harte Arbeit. Peter Sonnenberg über den Wechsel von Markus Suttner in die Premier League.

Vom beschaulichen Wullersdorfs ins mondäne Brighton, nicht zu Unrecht die „Bade wanne Londons“ genannt. Der Wechsel von Markus Suttner in die englische Premier League ist der Höhepunkt einer bis dato beispielhaften Karriere. Und eine Form der Anerkennung, die der 30-jährige gebürtige Wullersdorfer in Österreich viel zu selten bekam.

Dabei sprechen alleine die nackten Zahlen für sich: Seit der Saison 2009/10, mit der Ausnahme des Mittelfußknochenbruchs Ende 2015, war Suttner sowohl bei der Wiener Austria in der österreichischen Bundesliga als auch beim FC Ingolstadt in Deutschland ein Muster an Konstanz und körperlicher Robustheit.

In jeder Saison lief der Linksverteidiger in knapp 30 Saisonspielen auf, ganz zu schweigen von Pokal- oder Europapokaleinsätzen. Das schätzte man in der Deutschen Bundesliga und wird in England noch höher geschätzt. Außerdem brachte er seine Offensivqualitäten, vor allem bei Standards, zur Geltung.

Einzig mit der Nationalmannschaft klappte es nie, weshalb er konsequenterweise im Frühling seinen Rücktritt erklärte. Es passt zu Suttner, der sich in seiner Karriereplanung nichts reinreden ließ und immer seinen Weg selbst ging. Die Belohnung erhielt er jetzt, mit dem Wechsel in die beste Liga der Welt.