Erstellt am 20. April 2017, 02:00

von Peter Sonnenberg

Hoffentlich kein weißer Fleck. Peter Sonnenberg über die Krise des Damenfußballs im Bezirk.

Der Damenfußball boomt derzeit in Österreich. Gesteigerte Medienpräsenz, auch dank der erstmaligen EM-Teilnahme, und steigendes Niveau sorgen für viele Mädels, die dem runden Leder nachjagen. In ganz Österreich? Nein, denn im Bezirk Hollabrunn steht er aktuell an der Kippe. Nur zwei Vereine stehen im Meisterschaftsbetrieb des NÖFV: Zum einen die Haugsdorfer in der Damen-Gebietsliga, wo man abgeschlagen Letzer ist und die Zukunft noch in den Sternen steht.

Noch bitterer die Lage beim ATSV Hollabrunn: Vor ein paar Jahren noch in der 2. Bundesliga die klare Nummer eins im Weinviertel, kämpfen Torfrau Tanja Klimpfinger und Co. in der Landesliga um das Überleben. Allerdings weniger aus sportlichen, sondern mehr aus organisatorischen Gründen. Seit Wochen können kaum elf Spielerinnen aufgestellt werden, einmal musste sogar aufgegeben werden. Einem Verein aus einer Bezirkshauptstadt ist das alles nicht würdig.

Deshalb überlegen die Verantwortlichen schon Szenarien wie Spielgemeinschaften oder Fusionen, um den Spielbetrieb sinnvoll aufrechtzuerhalten. Das wäre auch wünschenswert, weil sonst ist Hollabrunn bald wirklich ein weißer Fleck in der Landkarte des österreichischen Frauenfußballs.