Erstellt am 12. Oktober 2016, 04:57

von Bernd Dangl

In dieser Saison wird geerntet. Bernd Dangl über das Erfolgsgeheimnis des SC Retz.

„Alles Schlechte hat auch sein Gutes“: Ob‘s stimmt oder nicht, hängt von der jeweiligen Situation ab. Im Fall des SC Retz trifft‘s aber zu. So schwer die Ausfälle in der Vorsaison auch ins Gewicht fielen, als sich Stammkräfte wie Daniel Murtinger, Jiri Zifcak, Milan Krempasky usw. mit langwierigen Verletzungen nach und nach verabschiedeten, für die junge Garde rund um Matthias Rain, Simon Fürnkranz, Sebastian Lehner oder Christoph Rapp war das aber die Chance, in der Ersten Fuß zu fassen. Die wurden ins kalte Landesliga-Wasser geworfen, machten ihre Sache dort ganz ordentlich.

Von diesem Lerneffekt profitieren die Retzer diese Saison nun. Die Youngsters sind nicht mehr nur Kaderergänzungen, sondern mittlerweile arrivierte Kicker, die zeit- und teilweise tragende Rollen spielen. Dadurch ist der Kader ein breiterer, der Flexibilität ermöglicht, was wiederum mehrere Spielsysteme erlaubt, was Retz unberechenbarer macht …

Aus diesem starken Kollektiv ragt derzeit Jan Schulmeister heraus. Wenn jemand 50 Prozent der Treffer erzielt, dann muss er schon einen gewissen Torriecher haben. Ein Glücksfall für Retz, dass der in Krems nicht mehr gebraucht wurde. Jetzt kann sich der Tscheche bei Krems revanchieren, indem er Retz zum Herbsttitel schießt.