Erstellt am 21. Oktober 2015, 05:42

von Christoph Reiterer

Unkompliziert sein hilft …. Christoph Reiterer über Flüchtlingshilfe in Hollabrunn.

Die „richtigen Gegner“ hatten zwar offenbar eh keinen Bedarf, sich genauer zu informieren. Oder sie waren zumindest sehr leise. Es war aber schon eine gewisse skeptische Stimmung, die HLW-Direktor Leopold Mayer beim Flüchtlingsinformationsabend im Stadtsaal ausmachte.

Wo werden denn jetzt diese ausländischen Jugendlichen, die wir im Studentenheim aufnehmen, den ganzen Tag herumlungern? Schön, dass der Direktor gleich eine gute Antwort parat hatte und die „Flüchtlingsklasse“ in Hollabrunn tatsächlich Realität zu werden scheint.

Gut ausgegangen ist auch die Krankheit der zehn Monate alten Mirna aus Syrien, die seit Kurzem mit ihrer Familie in Breitenwaida wohnt. Helfer und Angehörige hatten zunächst Probleme, medizinische Versorgung für das fiebernde Mädchen zu bekommen. Schließlich war es der Hollabrunner Arzt Helmut Pairleitner, der fürsorglich und unkompliziert half.

Es ist sicher nicht jedermanns Sache, in der Flüchtlingsbetreuung mit anzupacken. Die Helfer nicht anrennen zu lassen und ihnen das Gefühl zu geben, einen guten Job zu machen, kann aber nicht zu viel verlangt sein.

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