Erstellt am 23. Dezember 2015, 04:48

von Christoph Reiterer

Vegan oder ein armes Schwein. Christoph Reiterer über Erkenntnisse des Schlachthof-Videos.

„Seit ich das Video vom Schlachthof gesehen habe, esse ich kein Fleisch mehr.“ Der Hollabrunner Stadtrat Wolfgang Scharinger war in den letzten Tagen nicht der Einzige, der nach Betrachtung – und vor allem auch nach Hören – des Tierleids diesen radikalen Entschluss für sich gefasst hat.

Doch es gibt immer noch die große Gruppe jener Leute, die es nicht will oder einfach nicht schafft, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren; die aber auch nicht unbedingt das Fleisch von Tieren essen mag, die zu Tode gequält wurden.

Also spitzen diese Leute gerne ihre Schweinsohren und hören in der Werbung, dass es Produkte gibt, bei denen die Beziehung zwischen Mensch und Natur einfach passt. Regional und bio sind diese Produkte meistens. Es wird außerdem vermittelt, dass die Waren mit dem rot-weiß-roten Gütesiegel zu denen gehören, auf die wir vertrauen können.

Jetzt ist aber der besagte Betrieb mit AMA-Gütesiegel und Bio-Zertifikat versehen, was die Erkenntnis bringt, dass auch der Konsument, der‘s richtig machen will, ein armes Schwein ist.

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