Erstellt am 30. Dezember 2015, 04:48

von Christoph Reiterer

Verbaler Schuss vor den Bug. Christoph Reiterer über Bürgermeister, die sich mehr Miteinander wünschen.

Hollabrunns Bürgermeister hat’s getan. Guntersdorfs Bürgermeister hat’s – in noch resoluteren Worten – getan. Erwin Bernreiter und Roland Weber haben in ihren Weihnachtsbotschaften an die Bürger appelliert, zu hinterfragen, ob man denn nicht oft allzu schnell mit der eigenen Situation unzufrieden ist, Kritik übt, eigene Interessen ohne Wenn und Aber in den Vordergrund stellt. Da wird gerne vergessen, wie viel Not und Leid es gar nicht so weit weg von uns gibt. Weber sieht durch wachsenden Egoismus sogar das gesellschaftliche Zusammenleben in der Gemeinde gefährdet.

Übertrieben? Die große Hilfsbereitschaft, die sich in den letzten Monaten angesichts des Flüchtlingsstroms entwickelte, gibt Anlass zur Hoffnung. Auf der anderen Seite klagen Vereine und Institutionen, dass es „eh immer dieselben“ sind, die helfen. Im neuen Jahr werden jedenfalls die Grundablösen für den Weiterbau von S 3 und Retzer Land-Spange im Bezirk ein Zeugnis davon geben, ob die Lebensqualität für viele über das materielle Interesse von Einzelnen siegen kann.

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