Erstellt am 24. Februar 2016, 04:44

von Christoph Reiterer

Was zählt, ist die Realität. Christoph Reiterer über die fehlenden Hortplätze in Hollabrunn.

Das Verständnis für die unmissverständliche Ansage der ÖVP Hollabrunn in der Vorwoche, dass es nicht allein Aufgabe der Gemeinde sein könne, die Kinderbetreuung in der Bevölkerung zu regeln, hielt sich in Grenzen. Diese Ansicht wurde auch auf NÖN.at heftig debattiert – und übrigens nein, es wird hier niemand bezahlt, um irgendwelche Diskussionen anzuheizen.

Dass es wunderbar ist, wenn liebevolle Elternteile die Möglichkeit haben, möglichst lange daheim bei ihren Sprösslingen zu sein, wird niemand bestreiten; oder wenn Omas und Opas nicht mehr berufstätig sind und Zeit haben, auf die Enkelkinder aufzupassen. Doch die Familien, in denen es das nicht mehr spielt, werden mehr. Vor gesellschaftlichem Wandel und problematischer Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage darf die Politik die Augen nicht verschließen.

Konkret auf Hollabrunn bezogen, könnte der angestrebte Bildungscampus am Messegelände viele Betreuungsprobleme lösen. Doch vor 2018 geht dort gar nichts. Sich bis dahin durchzuwurschteln, ist nicht gerade eine vielversprechende Option.