Erstellt am 22. September 2015, 08:38

von Christoph Reiterer

Wenig Raum für Sentimentalität. Christoph Reiterer über das Aus von LuH und den Sportplatz beim Wald.

Es kann schon schmerzen, wenn man sich von etwas trennen muss, an das man sich gewöhnt hat; das man mitunter lieb gewonnen hat. Aber irgendwann müssen eben die Zeichen der Zeit erkannt werden. Das betrifft den Kleinregionsverein „Land um Hollabrunn“, an den wir uns längst gewöhnt haben, ebenso wie den Waldsportplatz, den viele sehr lieb gewonnen haben.

Der Patient LuH wurde in den letzten Jahren mehr schlecht als recht am Leben gehalten. Der Verlust des außergewöhnlichen Kulturvernetzers Didi Jäger, der diese Welt viel zu früh verlassen hat, konnte nicht ansatzweise kompensiert werden. Dass hier von den Bürgermeistern nicht gemeinsam, sondern erst Stück für Stück die Reißleine gezogen wurde, wird nicht als politische Meisterleistung in die Geschichte eingehen.

Ein Stück Stadtgeschichte würde mit dem Waldsportplatz verloren gehen. Sentimentalität alleine wird in der laufenden Debatte aber kein Kriterium sein können. Egal, wie die Sache ausgeht: Der Blick kann nur nach vorne gerichtet sein.