Erstellt am 11. Mai 2016, 05:24

von Christoph Reiterer

Wo kommen nur die Kinder her?. Christoph Reiterer über geteiltes Betreuungsleid im Bezirk Hollabrunn.

Nicht nur in der Bezirkshauptstadt wurden die Verantwortlichen scheinbar von der großen Zahl an Kindern mit Betreuungsbedarf überrascht, auch knappe 30 Kilometer weiter nördlich sieht man sich plötzlich in der Bredouille. Sind es in Hollabrunn vor allem die Volksschulkinder, für die nun in eine Schulische Nachmittagsbetreuung investiert werden soll, so gehen in Retz die Kindergartenplätze aus.

Mangels freiheitlicher Beteiligung bleiben dort, so scheint‘s, die politischen Sticheleien aus. Doch auch in Retz sehen sich Eltern genötigt, eine bessere Lösung für ihre Kinder einzufordern und selbst an möglichen Varianten zu tüfteln. Die Tatsache, dass man mitten im Mai keine befriedigende Lösung am Tisch hat, lässt nicht von ungefähr Kritik an mangelndem Weitblick aufkommen.

Andererseits kann sich Retz auch glücklich schätzen, eine rühmliche Ausnahme im nördlichen Weinviertel zu sein. Andere Gemeinden, denen eine Einrichtung nach der anderen – mitsamt der Jugend – aus demografischen Gründen abhandenkommt, würden diese Sorgen gerne haben.