Erstellt am 31. März 2016, 02:54

von Sandra Frank

Kosten explodiert: 114.000 Euro mehr für den Straßenbau. Der Unterbau am Hauptplatz sowie in der Schulgasse hielt einige – teure – Überraschungen für die Gemeinde bereit.

Bürgermeister Josef Reinwein spricht über eine »wilde Steigerung« beim Straßenbau. Foto: Gemeinde  |  NOEN, Gemeinde Göllersdorf

„Beim Straßenbau hat sich eine Steigerung ergeben ... Die schaut wild aus“, spricht Bürgermeister Josef Reinwein die enorme Kostenexplosion im Zuge des Straßenbaus an. Die Sanierung der Schulgasse und des Hauptplatzes kosten die Gemeinde knapp 114.000 Euro mehr, als veranschlagt waren.

„Am Hauptplatz sind wir auf eine alte Kanalisation gestoßen“, erzählt Reinwein von der ersten Überraschung während der Bauarbeiten. „Damals haben’s den Beton noch ordentlich gemischt ...“

Suttner: „Gab’s keine Probebohrungen?“

In der Schulgasse kam es aufgrund des sehr schlechten Unterbaus ebenfalls zu hohen Mehrkosten. Geplant war, 150 Quadratmeter des Platzes neu zu errichten, der Rest sollte gefräst werden. „750 sind’s geworden ...“, schnauft der Bürgermeister. Das habe natürlich die Kosten gesprengt.

„Gab’s keine Probebohrungen?“, hakte Ernst Suttner (FPÖ) nach. „Doch“, entgegnete Reinwein. Der Kanal am Hauptplatz sei allerdings nur einen dreiviertel Meter breit. „Da kommst bei Probebohrungen nicht drauf.“

In Zukunft will die Gemeinde bereits bei den Ausschreibungen darauf achten, dass es nicht zu solchen Überraschungen kommen kann. Denn „die Neu- und Feldgasse sind auch in so einem Zustand“, weiß das Gemeindeoberhaupt. Trotz der hohen Mehrkosten kann er dem Gemeinderat auch etwas Positives berichten: Ende 2015 konnte sich Göllersdorf noch eine Bedarfszuweisung des Landes über 50.000 Euro sichern.

„Bei einem Neubau tust dir leichter“, sprach Reinwein die neue Ortsdurchfahrt in Furth an. „Die ist übrigens sehr schön geworden.“ Hier konnten die veranschlagten Kosten eingehalten werden.