Erstellt am 05. Dezember 2015, 04:48

von Sandra Frank

Kraus: „Wir sind gut beim Energiesparen“. Eva Kraus zog im Umweltbereich Bilanz. Gerade beim Thema Bodenschutz habe die Gemeinde Grabern Aufholbedarf.

Umweltgemeinderätin Eva Kraus will Bewusstsein schaffen. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
„Beim Energiesparen sind wir gut. Ein Manko haben wir beim Bodenschutz“, fasst Umweltgemeinderätin Eva Kraus den Status quo der Marktgemeinde Grabern zusammen.

Sie führte einen Energie- und Klimacheck durch, um den gegenwärtigen Umsetzungsgrad der Gemeinde in den unterschiedlichen Umweltbereichen zu eruieren. „Kurzfristig müssen wir auf jeden Fall Bewusstsein schaffen“, spricht Kraus das Manko im Bereich Bodenschutz und Raumplanung an.

Workshop für die Reinigungskräfte

Als ersten Schritt wird es im Jänner einen Vortrag zum Thema „Boden gut – alles gut“ geben. „Unsere Zielgruppe sind hier die Bürger und die Landwirte“, sagt Kraus. Sie will den Status der Gemeinde langfristig verbessern, darum empfiehlt sie den Umstieg auf eine „Natur im Garten“-Gemeinde, um hier die Beratungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen zu können.

Beim Thema Nachhaltigkeit ist der Umweltgemeinderätin wichtig, dass die Gemeinde mit gutem Beispiel vorangeht. Darum wird es für die Reinigungskräfte der Gemeinde einen Workshop „Ökologisch reinigen“ geben. Dabei werden die Putzmittel, die aktuell benutzt werden, überprüft. Für die Bevölkerung wird es zum selben Thema einen Infoabend (15. März 2016) geben.

„Wir sollten den Verkehr von den Schulen wegbringen.“
Umweltgemeinderätin Eva Kraus will auch in Sachen
Mobilität Projekte initiieren.

Ein Problembereich im Verkehr seien die Schulen. „Wir sollten den Verkehr von dort wegbringen“, regt die Umweltgemeinderätin an und will ein gemeinsames Projekt mit den Volksschulen und den Elternvereinen in Angriff nehmen. Außerdem strebt sie ein „e-Carsharing-Modell“ für die neue Siedlung Hübelgrund an.

Von allen Maßnahmen, die im Umweltbereich umgesetzt werden können, habe Grabern bisher 40 Prozent erreicht. Das ergab die Checkliste der Energie- und Umweltagentur NÖ (eNu), die Kraus als Grundlage für ihre Analyse benutzte. „Daher wird dem Gemeinderat empfohlen, den Beitritt zum e5-Programm zu prüfen.“

„e5“ ist ein Programm des Landes, bei dem die eNu die Gemeinden mit Fachexperten auf dem Weg, energieeffizient zu werden, begleitet.