Erstellt am 12. Mai 2016, 05:04

von Franz Enzmann

Kritik bloß Jägerlatein?. Augenscheinlich sind im Mailberger Jagdgatter die Wildtiere mit Wasser und Nahrung ausreichend versorgt.

Eine Wildschweinrotte bei der Futterstelle. Die Tiere sind gut genährt. Foto: Franz Enzmann  |  NOEN, Franz Enzmann

Die Anschuldigungen gegen die Betreiber des Jagdgatters reißen nicht ab: Ein Mailberger Jäger (Name der Redaktion bekannt) behauptet, für die vielen Wildtiere seien zu wenig Wasserstellen vorhanden. Eine weitere Kritik lautet, dass die Wildschweine schlecht genährt seien, sodass sie ein bekannter Wildbrethändler nicht mehr abnimmt.

„Die Wildschweine sind gut genährt“

Bei einem Lokalaugenschein im weitläufigen Mailberger Wildgatter zeigten die beiden Pächter Werner Mattes und Hubert Hardegger eine große Wassergrube. „Sollte in der heißen Jahreszeit zu wenig Trinkwasser für die Tiere zur Verfügung stehen, greifen wir auf einen 18 Meter tiefen Brunnen zurück, der uns genügend Wasser liefern kann“, erklärte Gatterbetreiber Werner Mattes.

Mit einem Geländewagen brachten die beiden Jäger eine Fuhre Futtermais zu mehreren Stellen im Gatter. „Die Wildschweine sind gut genährt und werden regelmäßig von uns gefüttert, da wir sie ja auch verkaufen wollen“, sagt der zweite Pächter, Hubert Hardegger.

„Das vom Jäger angegebene Wildbretgeschäft bezog schon längere Zeit keine Ware vom Mailberger Gatter“, erklärte der Geschäftsführer und konnte die Angaben vom Mailberger Waidmann nicht bestätigen.

„Vor kurzer Zeit haben wir vom Mailberger Jagdgatter rund 70 Wildschweine zur Verarbeitung erhalten. So eine schöne Ware habe ich schon lange nicht erhalten“, bestätigt Wildbrethändler Helmut Rohringer von der Firma Ager die Aussagen der beiden Pächter.


Zahlen und Fakten

  • Das 180 Hektar große Jagdgatter wird von einem acht Kilometer langen Jagdzaun umfriedet.

  • Sieben Überstiegsmöglichkeiten gibt es für die Wanderer, die in das Gatter gelangen wollen, um den beschilderten Wanderweg zu benützen.

  • Neben vielen Wildschweinen tummeln sich noch Rot-, Sika- und Damhirsche sowie Rehwild im Wildgatter.

  • Das Grundstück gehört dem Malteser Ritterorden, der einen längerfristigen Pachtvertrag mit Werner Mattes und Hubert Hardegger abgeschlossen hat.

  • Natürliche Wasserstellen befinden sich im Mischwald. Bei längeren Trockenperioden versorgen die beiden Jagdpächter ihre Wildtiere aus einem eigenen Brunnen, der am Gattergelände errichtet wurde.