Erstellt am 02. März 2016, 03:29

von Christian Pfeiffer

Künstler gegen Kraftwerk: Ausstellung. Mit der Vernissage „Das Leben ist ein freier Fluss“ beziehen Kreative Stellung, um die einzigartige Region des Kamptals zu schützen, mit Unterstützung vieler Hollabrunner.

Michael Goldgrubers aktuelle Arbeit »memorizing«. Foto: Goldgruber  |  NOEN, Goldgruber

„Der beabsichtigte Ausbau des Kleinkraftwerks Rosenburg bedroht eine der letzten ursprünglichen Flusslandschaften Österreichs“, beginnt Clemens Feigel, Obmann des Kunstvereins Eremitage am Kamp, die Presseaussendung zur Ausstellung „Das Leben ist ein freier Fluss“.

30 Künstler nehmen mit ihren Arbeiten Stellung

„Unter dem Deckmantel ,sauberer Energie‘ soll ein kleines, aber unschätzbares Naturreservat für eine mögliche Gewinnoptimierung der EVN zurechtgestutzt werden.“ Das verstehen die Künstler aus Wegscheid am Kamp als Kampfansage und haben sich für die Vernissage am 5.3., um 16 Uhr auch Verstärkung durch Gleichgesinnte aus dem Bezirk Hollabrunn geholt.

Insgesamt 30 Künstler nehmen mit ihren Arbeiten Stellung zur Erhaltung einzigartiger wilder Räume. Die generationenübergreifende Bedeutung dieses drohenden Verlustes wird auch durch die Mitwirkung der 26-jährigen Simone Einfalt und Tatjana Gamerith mit 97 Jahren verdeutlicht.

„Die Sehnsucht, dass nicht alles, was uns wichtig ist, einer wirtschaftlichen Maximierung geopfert wird, bleibt bestehen“, drückt Obmann Feigel eine starke Hoffnung der Wirkung dieser Kunstarbeit aus. Das passt zur programmatischen Ausrichtung des Vereins: „Es ist ein Raum für Projekte mit einer Kompromisslosigkeit im Umgang mit den Erwartungshaltungen.“

EVN widerspricht – mehr zum Thema:


Teilnehmende Künstler: Andraschek, Berger, Chra Nemec, Eder N., Einfalt, Gamerith, Gansterer, Graf, Goldgruber, Hatwagner, Kampl, Kiss, Lobnig, Öllinger, Maderthaner, C. & N. Maringer, Mosbacher, Petschinka, Plan, Sakic, Schickhofer, Schumann, G. & F. Seitl, Spoerri, Szabo, Räderscheidt, Wiesinger, Wörtl.