Erstellt am 28. Januar 2016, 09:53

von Christian Pfeiffer

„Kyana“ Anna Forsthuber: Mit der Crowd zum Hit. Musiker brauchen Fans und umgekehrt, so die einfache Rechnung, die Anna Forsthuber anstellte, um sich für ihr erstes Platten-Projekt Unterstützung zu sichern.

»Kyana« alias Anna Forsthuber. Foto: Kyana  |  NOEN, Kyana
Crowdfunding ist für viele noch ein eher abstrakter Begriff. Das liegt auch daran, dass sich Österreich, im Gegensatz zu anderen Ländern, mit den rechtlichen Anpassungen schwer tat und lange Zeit ließ.

Fundraiser Party im Hollabrunner Bierbeisl

„Crowdfunding ist eine kollektive Anstrengung von vielen Individuen, die gemeinsam ihre Ressourcen bündeln, um Aktivitäten anderer Personen oder Organisationen zu unterstützen“, so erklärt es das ACN (Austrian Crowdfunding Network) auf seiner Homepage.

Diese „kollektive Anstrengung“ nützte Anna Forsthuber mit dem Ziel, genug Geld für die Veröffentlichung ihrer ersten elektronischen Platte aufzutreiben. „In meinem konkreten Fall war es natürlich so, dass etwa ein Drittel der Unterstützer aus dem nahen Familien- und Freundeskreis kam“, sagt Forsthuber, die sich als Künstlerin „Kyana“ nennt.

Ein weiteres Drittel rekrutierte sich aus dem Bekanntenkreis und ihrem Arbeitsumfeld, „die daran glauben, dass ich daraus wirklich etwas machen kann“. Das verbleibende Drittel musste sich „Kyana“ mit Workshops, kleineren Konzerten und einer Fundraiser Party im Hollabrunner Bierbeisl hart erarbeiten.

Der Party im Bierbeisl blieb vergangene Woche dann auch das Finale vorbehalten. Bis dahin hatte Forsthuber schon 90 Prozent des Kapitals, etwa 8.100 Euro, zusammen, das für die Produktion ihrer ersten eigenen Platte benötigt wird.

Erstes „Kyana“-Engagement als Draufgabe

Die ehemalige Pianistin und Background-Sängerin von „Herzdame“ ist von den Möglichkeiten des Crowdfunding begeistert: „Es ist einfach eine perfekte Basis, um ein Musikprojekt wie meines zu starten, da man sehr engen Kontakt mit seinen Fans aufbaut und den starken Rückhalt bei der Umsetzung spürt.“

Der Kontakt mit den Fans war definitiv gegeben im Bierbeisl. Während Gerhard Schneider, Radio Ypsilon-Mitarbeiter der ersten Stunde, das Projekt den reichlich anwesenden Fans und Unterstützern noch einmal ans Herz legte, konnten die Gäste auf einer Leinwand den Erfolg des Abends live miterleben.

Als „Kyana“ dann erstmals einen ihrer künftigen Hits vor Publikum performte, war es dann geschafft: 100 Prozent waren erreicht, die Sektkorken konnten knallen.

Als Draufgabe sozusagen gab es gleich auch noch das erste Engagement als „Kyana“. Sie wird am 9. Juli beim Open Air in Hollabrunn spielen. Ob so viel des Erfolges fand Anna Forsthuber fast keine Worte mehr. „As much love as I can give“, postete sie überglücklich auf ihrer Facbook-Seite.