Guntersdorf

Erstellt am 05. Juli 2016, 11:42

von Sandra Frank

Verhandlung fix, Bau ist verschoben. S 3-Einspruch aufrecht Anfang Oktober wird der Einspruch gegen das Straßenprojekt S 3 behandelt.

Bürgermeister Richard Hogl und Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer vor der viel befahrenen S 3, die endlich weiter ausgebaut werden soll. Foto: ÖVP  |  Sandra Frank

Der Ausbau der Weinviertler Schnellstraße S 3 im Abschnitt Hollabrunn – Guntersdorf schien bereits in greifbarer Nähe zu sein. Mit Herbst 2016 sollten die lang ersehnten Bauarbeiten endlich beginnen können. Doch im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung kam es zu zwei Einsprüchen (die NÖN berichtete).

Jetzt ist auf der Asfinag-Homepage zu lesen: Baubeginn 2017.

Rehm: „Wir werden nicht zurückziehen“

„Der letzte verbleibende Einspruch wird am 6. und am 10. Oktober verhandelt. Darum musste der Baubeginn auf 2017 verschoben werden, weil damit klar war, dass es sich für heuer nicht mehr ausgehen wird“, berichtet Bürgermeister Richard Hogl, der aber trotzdem froh ist, dass zumindest die Verhandlung noch heuer über die Bühne geht.

Zur Erinnerung: Das Forum Wissenschaft & Umwelt sowie die Umweltorganisation Virus erhoben beide Einsprüche gegen den Ausbau der Weinviertler Schnellstraße. Im Mai zog das Forum Wissenschaft & Umwelt seinen Einspruch zurück.

Im Gegenzug soll es ein Lkw-Fahrverbot durch die Orte Suttenbrunn, Schöngrabern, Grund und Guntersdorf geben, wenn die S 3 für den Verkehr freigegeben ist. Virus-Sprecher Wolfgang Rehm blieb hartnäckig: „Wir werden nicht zurückziehen“, sagte er auf NÖN-Nachfrage. Die Gründe für den Einspruch seien nicht verschwunden.

Hogl habe versucht, Rehm zu kontaktieren. „Ich habe aber eine prinzipielle Gegnerschaft der Organisation und sehr wenig Verständnis für die leidgeplagte Bevölkerung geortet“, so der Landtagsabgeordnete. Trotzdem bleibt er am Ball. Er appelliert mit Wilfried Hammer, Sprecher der Bürgerinitiativen der B 303, an Rehm: „Wir bitten Sie, ihren Widerstand gegen das Straßenprojekt aufzugeben, damit möglichst noch heuer mit dem Bau begonnen werden kann.“