Hollabrunn , Göllersdorf

Erstellt am 31. Januar 2018, 05:17

von Sandra Frank

Wahl: „Urkeim“ in Guntersdorf, Hoffnung in Göllersdorf. Ihre Top-Werte erreichten die ÖVP und die SPÖ im Land um Hollabrunn – die Betroffenen analysieren das auf ihre Weise.

Isabella Raberger und Stefan Hinterberger sehen Göllersdorf als rote „Hoffnungsgemeinde“.Enzmann  |  SPÖ, Enzmann

Die Ausreißer nach oben der Großparteien sind im Land um Hollabrunn zu finden: Innerhalb der Volkspartei führt Guntersdorf das Ranking der Zuwächse an und stellt mit einem Plus von 6,45 Prozent sogar die Gemeinde von Spitzenkandidat Richard Hogl in den Schatten: Die ÖVP verzeichnete in Wullersdorf ein Plus von 5,25 Prozent.

Guntersdorf VP-Bürgermeister Roland Weber ließ am Wahlabend auch NÖN-Redakteur Christoph Reiterer über die Schulter blicken.  |  Enzmann

„Wir freuen uns natürlich, dass wir Spitzenreiter sind. Für dieses Ergebnis sind wir bis zum bitteren Ende gelaufen“, sagt Bürgermeister Roland Weber. „Der Urkeim des Miteinanders wurde in Guntersdorf gesät“, meint er lachend über den Wahlslogan der ÖVP. Seit Weber die Gemeinde anführe, werde das Miteinander gelebt. „Nur so bringen wir etwas weiter und das wird von den Leuten honoriert – wie man sieht.“

Er gab sich bereits vor der Wahl zuversichtlich, dass die ÖVP ihre absolute Mehrheit erfolgreich verteidigen wird: „Ich hab‘ schon vor einem Jahr gesagt: Dort wo Frauen regieren, wird uns nichts passieren.“

SPÖ Göllersdorf spürt deutlichen Aufwind

Auch für die SPÖ gab es den Top-Wert im Land um Hollabrunn: Als das Göllersdorf-Ergebnis mit einem Plus von 4,23 Prozent im Bezirksbüro einlangte, war der Jubel groß: „Für mich ein klares Signal, dass sich die Göllersdorfer eine soziale Handschrift in der Gemeinde wünschen“, sagt Landtagskandidatin Isabella Raberger.

„Ein klares Zeichen, dass die Bürger unserer Gemeinde unsere Arbeit wertschätzen“, stimmt Stefan Hinterberger, Kandidat und stellvertretender Bezirksvorsitzender, zu. Dass im Bezirk kein Plus vorne steht, sei allerdings ein Wermutstropfen, merkt Raberger an. Dass die absolute Mehrheit der ÖVP hielt, obwohl die Volkspartei unter 50 Prozent gefallen ist, zeige, „dass das System in Niederösterreich nicht mehr zeitgemäß ist“.

Aufgrund des guten Wahlergebnisses erhofft sich Hinterberger für sein Team jedenfalls vermehrte Unterstützung der Landes-SPÖ. „Göllersdorf gilt hinsichtlich der kommenden Gemeinderatswahlen als absolute SPÖ-Hoffnungsgemeinde.“ Man wolle den Weg der „sozialen, modernen, transparenten und offenen Politik“ weitergehen.

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