Erstellt am 07. Dezember 2010, 00:00

Leise rieseln die Ehrungen. KULTURPREIS & EHRENZEICHEN / Mit dem Künstler Hermann Walenta erinnerte man sich im Festspielhaus an 50 Jahre Tradition.

Edeltraud & Hermann Walenta werden als Ehrengäste von Erwin Pröll begrüßt, Roland Neuwirth oben geehrt. FOTOS: KAUFMANN, RAUCHECKER  |  NOEN

RIEGERSBURG, MARIATHAL / Die Kulturpreise 2010 wurden soeben im St. Pöltener Festspielhaus verliehen. Der Bezirk Hollabrunn konnte mit Maria Teschler-Nicola und Gerhard Jaschke gleich zwei Würdigungspreisträger in den Bereichen Wissenschaft und Literatur für sich in Anspruch nehmen.

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Aber unter den zahlreichen Gästen der Veranstaltung wurde ein Mann ausgemacht, den eine ganz besondere Geschichte mit dem Kulturpreis des Landes verbindet.

Hermann Walenta war bereits bei der ersten Preisverleihung im Jahre 1960, das heißt vor 50 Jahren mit dabei. Landeshauptmann Erwin Pröll ließ es sich natürlich nicht nehmen den Künstler persönlich und mit Handschlag zu diesem historischen Anlass zu begrüßen.

Hermann Walenta darf dabei getrost ebenfalls als „bezirkseigen“ bezeichnet werden. Er lebt mit seiner Gattin Edeltraud bereits seit geraumer Zeit in Riegersburg.

Musik, die authentisch ist  und die man „g’spürt“

Roland Neuwirth, Begründer der „Extremschrammeln“ und Erneuerer des Wienerliedes, bekam wenige Tage nach den Kulturpreisträgern aus den Händen von Landeshauptmann Erwin Pröll das „Große Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich“ überreicht.

Roland Neuwirth stehe für eine Musik, „die authentisch ist und bei der man sich selber spüren kann“, betonte der Landeshauptmann in seiner Laudatio: „Man spürt, dass dir die Menschen ein Anliegen sind.“ Die Kulturarbeit sei dem Land Niederösterreich ein „Herzensanliegen“, denn „die Kraft einer Region steckt in der Kultur einer Region“. Roland Neuwirth, der etwa für das Schrammelklang-Festival in Litschau die „Schrammel-Operette“ komponierte, sei „ein ganz wesentliches Element der kreativen Kulturszene des Bundeslandes“, so Pröll, der auch meinte: „Niederösterreich ist ein historischer Boden für die gewachsene, authentische und originäre Volkskultur.“

Die Überreichung dieser hohen Landesauszeichnung sei für ihn eine „große Ehre“, bedankte sich der Künstler. „Wir haben immer das gemacht, von dem wir selber überzeugt waren“, meinte Neuwirth in seinem kurzen Rückblick auf die Anfänge in den siebziger Jahren.

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