Erstellt am 04. März 2016, 05:54

von Karin Widhalm

Linden-Fällung: „War nötig“. Die Fällung der Bäume bei der Langen Marter schockierte. Die Straßenmeisterei führt Bakterien und Fäulnispilze als Grund an.

Radler nutzten den markanten Punkt stets als Rastplatz. Foto: Widhalm  |  NOEN, Widhalm
Acht Linden standen bei der „Langen Marter“, einem Kreuzungspunkt der Orte Merkersdorf, Waschbach und Hardegg. Die Fällung der Bäume empörte. Herbert Panholzer, Leiter der Straßenmeisterei, kann die emotionalen Reaktionen nachvollziehen. Er hat vielfach erklären müssen, warum zur Motorsäge gegriffen wurde.

Zweige und Wipfel bogen sich unter Eis-Last

Als Ursache führt er den Eisbruch im Winter 2014 an: Zweige und Wipfel bogen sich unter der Last des gefrorenen Regens. „Unser Baumkontrollor hat festgestellt, dass die Linden in einem schlimmen Zustand sind“, erklärt er. „In die Bruchstellen sind Bakterien und Fäulnispilze eingedrungen. Das hat die Lebenserwartung erheblich beeinträchtigt.“

Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gehe vor. „Uns ist keine andere Möglichkeit geblieben.“ Eine Birke steht noch, sie habe aufgrund ihrer Elastizität den Eisbruch besser überstehen können. „Ein minimaler Schnitt wäre ausreichend gewesen“, ist dagegen ein Hardegger überzeugt.

Bürgermeister Heribert Donnerbauer war kurz vor der Fällung noch mit der Straßenmeisterei bei der „Langen Marter“, um eine Pflasterung dort zu besprechen. „Da war keine Rede davon“, sagt er. „Was stimmt, ist, dass immer Äste abgebrochen sind.“

„Wichtig ist, dass wieder Bäume gesetzt werden.“ Das hat die Straßenmeisterei vor, in Absprache mit Dorferneuerung und Gemeinde. „Vielleicht können wir mit der Bepflanzung auch das Marterl betonen“, hat Panholzer schon Ideen.