Hollabrunn

Erstellt am 27. Juli 2016, 04:54

von Christoph Reiterer

Katzenhasser am Werk? Polizei ermittelt. Tierbesitzerin trauert um Katze und vermisst auch einen Kater. Sie ist sicher, dass ein Jäger gezielt geschossen hat.

Erst wenige Wochen lebt ein Ehepaar in Magersdorf, schon hat es zwei vierbeinige Familienmitglieder verloren. Die Katze (r.) wurde erschossen. Foto: privat  |  privat

„Unsere Katze wurde vergangene Woche im Wohngebiet von einem Jäger angeschossen und von dessen frei laufendem Hund schwerst attackiert“, berichtete eine aufgebrachte Tierbesitzerin der NÖN. Sie erstattete Anzeige bei der Hollabrunner Polizei und will auch den Volksanwalt einschalten.

„Das ist reine Lust am Morden“

Trotz sofortiger Behandlung habe die Tierärztin das Leben der Katze nicht mehr retten können. Außerdem sei vor etwas mehr als zwei Wochen der Kater des erst kürzlich zugezogenen Ehepaars spurlos verschwunden. „Das ist reine Lust am Morden“, glaubt die Besitzerin an keinen Zufall. Sie hat sich auch schon an die BH, den Bezirksjägermeister und den Tierschutzverein gewandt.

Weil sich der Vorfall mit der angeschossenen Katze noch dazu im bebauten Gebiet abgespielt habe, seien die Anrainer in großer Sorge. Die Polizei habe sämtliche Unterlagen der Tierärztin erhalten.

Die Besitzerin betont, dass ihre Katze nicht weiter als 50 Meter von ihrem Garten vom Todesschuss getroffen worden sei. Das Gesetz, wonach Katzen, die in einer Entfernung von mehr als 300 Metern von Wohngebäuden umherstreifen, getötet werden dürfen, könne hier demnach nicht schlagend werden.

Bei der Polizeiinspektion Hollabrunn wird die Anzeige wegen Tierquälerei gegen einen unbekannten Täter bestätigt. Die Ermittlungen seien noch im Laufen.