Erstellt am 08. November 2015, 06:17

von Franz Enzmann

Mailberg: Trinkwasser wird um 40 Cent teurer. Wasserbezugspreis seit 2006 unverändert. Gebührenanpassung deckt die laufenden Kosten der Gemeinde ab.

Der Trinkwasserpreis ist seit 2006 nicht erhöht worden. Die Gemeinde möchte nun die laufenden Kosten decken – und kommt damit einer Forderung des Landes NÖ nach.  |  NOEN, Franz Enzmann

Bei der letzten Gemeinderatssitzung gab es durchaus interessante Tagesordnungspunkte. Über den Resolutionstext gegen das Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA wurde ohne Debatte abgestimmt. Es gab keine einzige Gegenstimme.

Die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages bei der Weinstraße führte auch zu keiner Kontroverse, obwohl die kleine Weinbaugemeinde statt 583 Euro künftig 1.247 Euro jährlichen Mitgliedsbeitrag berappen muss.

Erst beim Punkt „Änderung der Wasserabgabeordnung“ holte Bürgermeister Herbert Goldinger weiter aus: „Seit 2006 ist der Wasserbezugspreis von 1,30 Euro pro 1.000 Liter Trinkwasser unverändert“. Das Land Niederösterreich habe die Gemeinde schon mehrfach aufgefordert, die Anhebung der Gebühr zu veranlassen, damit kostendeckend abgerechnet werden kann. Der Gemeindevorstand stellte den Antrag, dass der Wasserbezugspreis künftig 1,70 Euro plus zehn Prozent Steuer betragen soll. Davon betroffen sind rund 500 Zählerhaushalte.

Die Ortswasserleitung ist im alleinigen Besitz der Gemeinde. Sie muss als Betreiber auch für Schäden, wie Rohrbrüche aufkommen. Jährlich werden rund 36.000 Kubikmeter Trinkwasser von der EVN Wasser bezogen, wobei die Gewinnspanne zuletzt nur mehr bei 14 Cent lag.

Goldinger sagt nach der einhelligen Abstimmung: „Die Erhöhung bringt einer durchschnittlichen Verbrauchsmenge von 100 Kubikmetern Wasser eine Mehrbelastung von 40 Euro jährlich, also rund drei Euro im Monat.“