Erstellt am 14. Dezember 2015, 08:47

von NÖN Redaktion

Mathe-Ass gibt sich die Kugeln. Für ihre Vorwissenschaftliche Arbeit, die sie im Rahmen der Reifeprüfung am Erzbischöflichen Gymnasium Hollabrunn verfasste, wurde die Viendorferin Barbara Zehetmaier von der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft (ÖMG) geehrt.

 |  NOEN, Erzbischöfliches Gymnasium
Ihre Arbeit zum Thema „Sphärische Trigonometrie“ wurde österreichweit als eine der sechs besten Arbeiten mit Bezug zur Mathematik im Schuljahr 2014/15 prämiert. Barbara erhielt bei der Ehrung, die im November an der Technischen Universität Wien stattfand, neben einem Buchpreis und einer ÖMG-Jahresmitgliedschaft auch die Gelegenheit, ihre Arbeit vor einem Komitee von Universitätsprofessoren zu präsentieren.

„Berechnungen auf Kugeloberflächen sind schwieriger als in der Ebene, da es sich immer um gekrümmte Wege handelt“, schildert die Weinviertlerin ihre Arbeit, in der sie Entfernungen und Winkel zwischen Orten auf der Erdkugel und Positionen von Sternen und Planeten am Nachthimmel berechnete. So ermittelte die junge Dame beispielsweise, wann in Hollabrunn an einem bestimmten Tag des Jahres an welcher Stelle die Sonne auf- und untergeht. „Die vielen Formeln dafür selbst herzuleiten und sie zu verstehen, macht mir großen Spaß.“

Barbara Zehetmaier studiert seit Herbst 2015 Technische Physik an der TU Wien. Über die Auszeichnung freute sich auch ihr ehemaliger Mathematik- und Physiklehrer Harald Grötz, der ihre Vorwissenschaftliche Arbeit betreute.