Erstellt am 01. Juni 2016, 05:55

von Sandra Frank

Thema Asyl - „Lage spitzt sich zu“. In Mistelbach informierte FPÖ über „Asylwahnsinn“. In Hollabrunn wird es eine solche Veranstaltung nicht geben.

Christian Lausch bei der FP-Kund-gebung am Mistelbacher Hauptplatz: »Wer sich nicht anpassen kann, hat das Land sofort wieder zu verlassen.«  |  NOEN, NÖN

Die Mistelbacher FPÖ veranstaltete vergangenen Freitagabend am Mistelbacher Hauptplatz eine Kundgebung mit dem Titel „Stopp dem Asylwahnsinn“. Einer der Redner war der Hollabrunner Nationalratsabgeordnete und FPÖ-Chef Christian Lausch. Im Gespräch mit der NÖN erklärt er, weshalb gerade Mistelbach als Ort für die Kundgebung – es handelte sich nicht um eine Demonstration, wie er betont – ausgewählt wurde: „In Mistelbach spitzt sich die Lage zu. Es werden viel mehr Schutzberechtigte untergebracht, als geplant war. Die Bevölkerung ist beunruhigt.“

Aus diesen Gründen habe der Mistelbacher FPÖ-Chef Michael Bernard beschlossen, eine solche Kundgebung abzuhalten, um friedlich über Probleme im Weinviertel zu sprechen. „Es war eine richtige Informationsveranstaltung, die Resonanz war positiv“, beschreibt Lausch die Stimmung bei den etwa 200 Zuhörern. Sie seien froh gewesen, dass sich auch auf dem Land jemand um die Ängste und Probleme kümmert.

„Es war eine richtige Informationsveranstaltung,
die Resonanz war positiv.“
Abgeordneter Christian Lausch
über die Kundgebung am Mistelbacher Hauptplatz

„Es war eine friedliche Veranstaltung. Wir haben niemanden gestört. Wir wurden hingegen schon gestört ...“, spielt Lausch auf einen Zwischenfall an, als Bernard am Wort war. Eine Frau wollte das Mikro ergreifen, die Polizei schritt ein. Kurze Zeit später meldete sich besagte Dame bei der Gegenveranstaltung zur Kundgebung, organisiert von der Sozialistischen LinksPartei (SLP), zu Wort.

Ist in seiner Heimatstadt eine ähnliche Veranstaltung geplant? „Nein. In Hollabrunn stellt sich die Frage Gott sei Dank nicht, und das ist gut so“, winkt Lausch ab.