Erstellt am 27. April 2016, 12:55

von NÖN Redaktion

Mörderischer Mythos im Retzer Erlebniskeller. In einer ungewöhnlichen Konzeption treibt ab 28. April der Serienmörder „Jack the Ripper“ wieder sein Unwesen in den unheimlichen Gängen des Retzer Erlebniskellers.

Jack the Ripper« verbreitet Panik und Chaos in Whitechapel. Foto: anwora  |  NOEN, (c)anwora.com/andreas w. rau

Der Mythos „Jack the Ripper“ war Anlass zu allerlei Legendenbildung und seine Taten beschäftigen noch heute sogenannte „Ripperologen“. Aus historischen Quellen hat Christian Pfeiffer eine Theaterfassung geschaffen, die in seiner Umsetzung einzigartig ist.

„Das Publikum wird in zwei Gruppen gleichzeitig durch die Geschichte geführt“, so Pfeiffer, der sein Stück auch inszeniert. Das bedeutet, dass die beiden Zuschauergruppen jeweils unterschiedliche Perspektiven auf die blutige Geschichte dieses Phantoms der Kriminalgeschichte haben.

„Theaterwanderung“ bis einschließlich 11. Juni

„Die Gleichzeitigkeit der Szenen erzeugt eine Lebendigkeit, die das überfüllte, chaotische Gedränge in Whitechapel anno 1888 erlebbar machen soll“, erklärt Pfeiffer.

Denn dem Autor und Regisseur geht es neben der Thrillerhandlung auch um die sozialen Aspekte jener Zeit. Auf nur einem Quadratkilometer drängten sich damals eine halbe Million Menschen – eine Ansammlung der Hoffnungslosen, Gescheiterten und Hilflosen.

Die Wohnverhältnisse waren katastrophal, die Arbeitsbedingungen schlicht unmenschlich, die sanitären Zustände unzumutbar und die Möglichkeit, aus diesem Slum herauszukommen, schier chancenlos. „Die sozialen Umstände haben dem Ripper in die Hände gespielt.“

Gespielt wird diese als „Theaterwanderung“ titulierte Produktion bis einschließlich 11. Juni. Informationen und Karten zu „Jack the Ripper“ im Retzer Erlebniskeller unter 0650-8901730.