Erstellt am 29. September 2015, 09:39

von Jutta Hahslinger

Nachbarin mit feiner Nase roch Plantage. Im Keller eines Wohnhauses in Limberg verbarg sich eine Cannabisplantage mit über 700 Pflanzen. Zwei Helfer geschnappt.

APA (Archiv), APA (Archiv)
Suchtgiftproduzenten wollten der 25-jährige Marko T. und Goran T. (47) nicht sein. Die beiden Serben verkauften sich vor Gericht als Erfüllungsgehilfen, als „Kübelträger“, die in dem Keller lediglich Wasser, Schmutz und Müll entsorgt hätten.

Für Aufzucht und Ernte „waren extra Damen engagiert“

„Mit der Aufzucht und Ernte hatten wir nichts zu tun. Dafür waren extra Damen engagiert“, beteuerte das Duo.

„Ich habe in meiner Heimat Arbeit gesucht. Ich antwortete auf Stelleninserate und bekam dann einen Anruf“, schilderte der 47-jährige Serbe. Er habe dann einen Job im Weinviertel angeboten bekommen.

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„Nur für grobe Arbeit“, beteuert er und will zunächst von Drogenerzeugung nichts gewusst haben. „Der seltsame Geruch hat mich dann schon stutzig gemacht“, räumte er ein und gestand: „Ich brauchte das Geld, deshalb habe ich weggeschaut und einfach weitergemacht.“

Der seltsame Geruch wurde den wirklichen Drogenproduzenten (abgesondert verfolgt) schließlich zum Verhängnis: Eine besorgte Anrainerin hatte das Kommen und Gehen von unbekannten Leuten und die Geruchsbelästigung der Polizei gemeldet. Bei einer Hausdurchsuchung wurde die Großplantage entdeckt.

Das Helfer-Duo wurde zu teilbedingten Freiheitsstrafen verurteilt: je 18 Monate, davon fünf Monate unbedingt.