Erstellt am 22. Mai 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Neuer Probesaal für das Musikerheim. Stolz präsentierten die Mitglieder der Trachtenkapelle ihren Saal, der insbesondere für den Nachwuchs errichtet wurde.

Eröffnung mit (vorne, v.l.): Tourismuschef Reinhold Griebler, Sonja Wurm, Obmann-Stellvertreter Eduard Bayer, Werner Pölz, Eva-Maria Himmelbauer, Manfred Nigl, (hinten, v.l.) Florian Hanousek, Ehrenkapellmeister Friedrich Glaser, Christoph Schwayer, Bezirkskapellmeister Hannes Pausackerl, Peter Willensdorfer, Gerhard Forman und Peter Höckner. Foto: privat  |  NOEN, privat

Die Trachtenkapelle eröffnete mit Ehrengästen ihr neues Musikerheim. Die Idee dazu entstand auf der Basis eines Patenschaftsprojekts, bei dem Jungmusiker erste Kontakte mit ihren Kollegen und dem Vereinsleben knüpfen.

Das ermöglicht den Zuwachs – und benötigt den Ausbau des bestehenden Gebäudes. Recht bald zeigte sich: Viel Eigenleistung wird dafür nötig sein.

Musikalische Untermalung durch „Girlsclub“

Die finanziellen Mittel des Vereins und der Gemeinde reichten nicht, aber mit ortsansässigen Unternehmen, der Bevölkerung, Musikern und dem Land NÖ konnte der Bau realisiert werden. 160.000 Euro wurden in den Probenraum investiert. 87 Freiwillige leisteten rund 2.650 Arbeitsstunden.

Die Besucher bestaunten bei der Eröffnung, das das Ensemble „Girlsclub“ mit Leiterin Sonja Wurm untermalte, den Saal. Kapellmeister Florian Hanousek und Obmann Werner Pölz stellten in Form von Interviews das Projekt vor.

Akustikplaner schilderte seine Eindrücke

Gerhard Forman, Direktor der Regionalmusikschule Retzer Land, erzählte von der Zusammenarbeit mit der Volksschule Retz: Dort entstand eine Bläserklasse. Peter Höckner, Landesobmann des NÖ Blasmusikverbandes, lobte das Patenprojekt, das Bernadette Eder leitet. Jungmusiker proben regelmäßig mit aktiven Musikern der Trachtenkapelle.

Bürgermeister Manfred Nigl hat den Umbau von Anfang an unterstützt und war sehr froh, dass das Gesamtprojekt mit Augenmaß angegangen wurde. Raika-Bankstellenleiter Christoph Schwayer überreichte aufgrund der jahrzehntelangen guten Zusammenarbeit einen 1.500 Euro-Scheck für das Haus.

Akustikplaner Peter Willensdorfer schilderte seine Eindrücke vom Probelokal und lobte vor allem den Zusammenhalt sowie die hohe handwerkliche Fertigkeit. Nationalratsabgeordnete Eva-Maria Himmelbauer, selbst Marketenderin in Pulkau, freute sich über den Erhalt der Musiktraditionen.

Pater Egyd Tavel segnete schließlich das neue Gebäude.