Erstellt am 03. Februar 2016, 04:33

von Christoph Reiterer

Neues Führungsduo bei der Polizei. Wolfgang Strobl bleibt Kriminaldienstleiter, Friedrich Spitzer führt PI Hollabrunn ab 1. März.

Hereinspaziert ins neue Büro: Friedrich Spitzer (l.) war 23 Jahre lang in der PI Ziersdorf beschäftigt, 17 Jahre lang in leitender Funktion, und freut sich, nun in seine Heimatstadt zurückzukehren. An seiner Seite: Chefkriminalist Wolfgang Strobl und Bezirkspolizeichef Otto Schwingenschlögl. Foto: Reiterer  |  NOEN, Reiterer

„Es ist ein bisschen kompliziert“, schmunzelt Bezirkspolizeichef Otto Schwingenschlögl und meint damit die Neuordnung in der Polizeidienststelle Hollabrunn.

Nach der Pensionierung von Postenkommandant Walter Hafner leitet der bisherige Stellvertreter Wolfgang Strobl (47) als Chefinspektor die Geschicke. Weil der aber weiterhin als Kriminaldienstreferent benötigt wird, wird ab 1. März der bisherige Ziersdorfer Postenchef Friedrich Spitzer (52) als Dienststellenleiter in Hollabrunn eingesetzt.

26-köpfiges Team zu administrieren

Strobl leitet seit fünf Jahren das Kriminaldienstreferat in Vertretung von Chefinspektor Reinhard Zimmermann, der als oberster Personalvertreter im Innenministerium fungiert und als solcher dienstfrei gestellt ist. Strobl ist nun aber auch Postenkommandant. Da die Doppelbelastung auf lange Sicht nicht zu bewerkstelligen sei, wird der neue Postenkommandant-Stellvertreter Friedrich Spitzer ab 1. März mit der Führung der PI Hollabrunn betraut.

„Als gebürtiger Hollabrunner hatte ich das schon im Auge“, freut er sich. Während es in Ziersdorf zehn Kollegen waren, hat er nun ein 26-köpfiges Team zu administrieren. Strobl sieht keine Probleme in der neuen Struktur: „Wir haben uns schon all die Jahre ausgetauscht und verstehen uns gut.“

Der Pulkautaler wird in bewährter Weise für die Koordinierung des Kriminaldienstes verantwortlich sein. „Er schaltet sich bei großen Fällen ein und ist für Schulungen verantwortlich“, erklärt Schwingenschlögl, dass diese Funktion sehr an Stellenwert gewonnen habe.

„Es ist das nötige Vertrauen da“

Besondere Erfolge gebe es immer wieder in der Tatortarbeit zu verzeichnen: „Unsere Leute sind wirklich gut, wir sind hier bei den führenden Bezirken, was die Spurentreffer betrifft“, betont der Bezirkskommandant.„Es ist ein sehr flexibles System, das nur funktioniert, wenn man gut aufgestellt ist.“ Aufgebaut worden sei es von Rudolf Heberger, Strobl habe es perfektioniert.

Die Zusammenarbeit mit den tschechischen Kollegen werde auch konstant besser, ergänzt Strobl. „Es ist das nötige Vertrauen da. Das ist das Um und Auf“, nickt Schwingenschlögl.

Am meisten beschäftigen die Polizei im Winterhalbjahr die Dämmerungseinbrüche. Mit Streifenfahrten in Zivil- und Blaulichtfahrzeugen sowie mit Kontrollen an neuralgischen Punkten wird den Verbrechern das Leben so schwer wie möglich gemacht. Aktuell arbeitet Strobls Team am Abschlussbericht über die Delikte einer slowakisch-tschechischen Bande, die es auf unbewohnte Objekte abgesehen hatte.

In Ziersdorf muss indes noch auf einen neuen Postenchef gewartet werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis 8. Februar.


Hintergrund

119 Exekutivplanstellen gibt es im Bezirk Hollabrunn, der die Polizeiinspektionen in Hollabrunn, Göllersdorf, Ravelsbach, Ziersdorf, Guntersdorf, Haugsdorf, Retz und Zellerndorf umfasst.

Dazu kommt die Polizeiinspektion AGM („für Ausgleichsmaßnahmen“) in Untermarkersdorf.

Die Diensthundeinspektion in Guntersdorf ist direkt der Landespolizeidirektion unterstellt.