Erstellt am 13. Oktober 2016, 06:00

von Karin Widhalm

Anzeige gegen Schmutzfink: Müll illegal entsorgt. Jagdaufseher entdeckte Müllsäcke und wandte sich an die Polizei, die den ursprünglichen Besitzer aufgrund von Briefen fand.

Diese Müllsäcke wollte der Besitzer in einer Nacht im Obernalber Freiland „entsorgen“ – Briefe überführten ihn.  |  privat

Kleidung, Spielzeug, Christbaumschmuck und sogar Dokumente: Das war in den Müllsäcken, die offenbar in einer Nachtaktion bei einem Wasserhaus in der Vorwoche „entsorgt“ wurden. Entdeckt hat den Abfall ein Jagdaufseher aus Obernalb.

Die Säcke hätten noch nicht lange dort gelegen: Seine regelmäßigen Revierfahrten ließen diesen Schluss zu. Er erstattete bei der Polizei Anzeige: Die Säcke wurden daraufhin durchsucht. Als ob ein Haus ausgeräumt worden wäre, so hätte der Mist ausgesehen, berichtet ein Zeuge.

So falsch ist die Vermutung nicht: Briefe ließen die Ermittler schnell auf den ursprünglichen Besitzer kommen. Dieser hätte dem Vernehmen nach die Säcke nach einem Umzug im Freien abgeladen. Der Entsorger dürfte in Alberndorf wohnen. Ihm droht eine Verwaltungsstrafe – und er muss erst recht den Müll auf ordentliche Weise entsorgen. Siedlungsabfälle müssen nach dem niederösterreichischen Gesetz in Einrichtungen der Gemeinde entsorgt werden. Übrigens: Der Grund gehört ausgerechnet dem Retzer Bürgermeister Helmut Koch.