Erstellt am 20. Juli 2016, 07:08

von Karin Widhalm

Neue Hubertuskapelle: "Kleine Dom von Ahnental". Segnung Familie Pöcher errichtete eigenhändig eine Hubertuskapelle in einem Natur-Kleinod.

Die Atmosphäre im lichtdurchflutenden Ahnental, in dem sich beidseitig ein Mischwald erstreckt, ist nicht nur den Grundbesitzern geläufig. Die Nalber und einige Eingeweihte wissen um den Reiz dieser Natur. Genau in diesem Ruhepol errichtete Familie Pöcher eine Hubertuskapelle.

2014 begann das Bauprojekt, das am Samstag mit einer Segnung sein krönendes Finale fand. Sepp Brandmayr, Landesjägermeister in Oberösterreich, ist die Bezeichnung allerdings zu unbedeutend: Er nennt die Kapelle in seiner Festrede „der kleine Dom von Ahnental“.

Das Natur-Kleinod steht schon lange im Besitz der Familie Pöcher. Johann senior wollte 1973 dort seine letzte Ruhestätte finden, dies war damals nicht erlaubt, und Leopold junior beabsichtigte die Errichtung einer Gedenkstätte für seine Eltern. Als sein Sohn Stefan nach einer nicht komplikationsfreien Operation wieder gesundete und weitere Begebenheiten eintraten, schritt der Jäger zur Tat.

Früherer Berufsjäger segnete die Kapelle

Bruder Eduard Schretter zelebrierte die Messe: Er, der vor seinem Theologie-Studium 21 Jahre lang Berufsjäger war, freute sich über seine erste Kapellen-Segnung, die er mit Quellenwasser aus dem Ahnental vornahm. Rudolf Wolfmair hielt die Laudatio, beschrieb in einem Gedicht die Entstehung der Kapelle und ging auf deren Erbauer – allen voran Leopold und Bruder Johann Pöcher – ein.

Den Abschluss bildete ein Fest mit Spanferkel, Bier und anderen Genüssen. Das Weingut Pöcher stellte den Wein gegen eine Spende bereit: 1.078,60 Euro kommen der St. Anna Kinderkrebsforschung zugute.