Erstellt am 04. Dezember 2015, 05:48

von Franz Enzmann

ÖBB-Pläne abgelehnt: „Wäre ein Umweg“. Der Gemeinderat stimmt gegen vorgeschlagene Schließungen von Bahnübergängen – offenbar wichtige Verbindungen.

Diese Untermarkersdorfer Bahnübersetzung soll, wenn es nach dem Willen von Bürgermeister Karl Weber (l.) und seinem Vize Karl Schnitzer geht, erhalten bleiben. Foto: Franz Enzmann  |  NOEN, Franz Enzmann

Harmonie im Gemeindeparlament: Die neun Tagesordnungspunkte gingen in nur 21 Minuten einstimmig über die Bühne.

Landwirt: „Müssten 700 Meter langen Umweg fahren“

In einem Schreiben schlugen die ÖBB die Schließung von fünf Bahnübergängen vor. Elf Übersetzungsmöglichkeiten sind im Gemeindegebiet vorhanden, davon sieben in Obritz und jeweils zwei in Hadres und Untermarkersdorf.

„Der Gemeinderat gibt dem ÖBB-Vorschlag keine Zustimmung, da erst mit der betroffenen Bevölkerung Rücksprache gehalten werden muss“, erklärte Bürgermeister Karl Weber die weitere Vorgangsweise. „Wir müssten einen 700 Meter langen Umweg zu unserem Acker fahren“, klagte in der Zwischenzeit ein Landwirt aus Untermarkersdorf.

„Licht ins Dunkel“-Sternebus am Adventmarkt

Mit dem Budgetvoranschlag 2016 soll sich der Schuldenstand um 82.500 Euro verringern. Mit Ende 2016 ist der Schuldenstand mit 394.900 Euro ausgewiesen.

Im außerordentlichen Haushalt sind für den Hochwasserschutz 168.000 Euro, für ein neues Obritzer Feuerwehrhaus 168.000 Euro und für den Straßenbau 140.000 Euro veranschlagt. Die Mandatare votierten ohne Wortmeldungen für den Voranschlag.

Abschließend berichtete der Bürgermeister, dass am traditionellen Adventmarkt am Samstag der Sternebus der ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ vor Ort sein wird. Der VP-Ortschef dankte SP-Obmann Hermann Fürnkranz für die Bemühungen, diesen Bus in die Hadreser Kellertrift zu bringen, und ersuchte um viele Sternenspenden.


Pulkautalbahn

Die Bahnstrecke von Laa an der Thaya bis Zellerndorf führt durchs Pulkautal und wurde 1873 eröffnet. 1988 wurde der Personenverkehr eingestellt.

Das Glukosewerk in Pernhofen nutzt ab und an den Abschnitt für den Güterverkehr, ansonsten ist die Strecke unbenutzt. Die ÖBB streben einen Verkauf an.