Retz

Erstellt am 22. Juli 2017, 05:35

von Karin Widhalm

Retz: Ein Stilles Örtchen für alle. Dorferneuerungsverein und Stadt finanzierten die fünfte Toilettenanlage für die Allgemeinheit mit 14.850 Euro.

Die WC-Tür steht jedem offen. Sylvia Kiesling, Wilfried Gerstorfer, Helmut Koch, Josef Stromer und Regina Kiesling (v.l.) freuen sich außerdem, dass das alte Portal nun im neuen Glanz erstrahlt.  |  Karin Widhalm

Der Dorferneuerungsverein der Altstadt Retz hat ein Projekt finalisiert: Die Toilette im Dorfhaus am Anger wird bereits in Anspruch genommen – nicht nur bei Festlichkeiten, sondern auch an allen anderen Tagen. Die Tür steht tagsüber jedem offen. Die Stadt hat damit das fünfte öffentliche WC.

Obmann Willi Gerstorfer brachte mit seinem Team den Stein ins Rollen und suchte die Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde. Zwei Sachen waren ihm wichtig: Die alte Holztüre mit dem schmiedeeisernen Detail sollte erhalten bleiben und die Anlage sollte behindertengerecht sein. Die Bedingungen wurden erfüllt und der Dorferneuerungsverein steuerte 5.000 Euro bei.

Auftraggeber war die Stadtgemeinde Retz. Das Projekt kostete insgesamt 14.850 Euro, informiert Bürgermeister Helmut Koch. „Danke an den Dorferneuerungsverein für das Engagement“, freut er sich über die Initiative. „Wir haben das gerne gemacht – für die Bevölkerung und den Kinderspielplatz.“

Die Herumtobenden und Begleitpersonen können im nachbarschaftlichen Dorfhaus die neue Toilette benutzen. Gerstorfer bedankte sich seinerseits für die Investition und Mitarbeit des Bauhof-Teams. „Die Vorarbeit haben wir geleistet“, ergänzt er. Drei Monate umfasste die Bauzeit.

Der Verein stellte zwei Drittel eines Raumes im Dorfhaus zur Verfügung: Das Pissoir auf der einen Seite sowie das Behinderten- und Damenklosett auf der anderen Seite sind jetzt dort vorzufinden. Ein Wickeltisch steht bereit. Das Niveau der Asphaltstraße wurde angeglichen, sodass die Barrierefreiheit gegeben ist. „G‘scheit wäre ein Halte- und Parkverbot vor dem Haus“, regte Schriftführerin Sylvia Kiesling noch beim Lokalaugenschein mit dem Stadtchef an.