Erstellt am 20. Januar 2016, 04:23

von Franz Enzmann

Pächter Mattes: „Wild wird waidgerecht erlegt“. „Keine Tierquäler“: Pächter Mattes wehrt sich gegen Vorwürfe der Tierschützer.

Waidmann Werner Mattes hat kein Verständnis für die Hasspostings im Internet. Foto: Enzmann  |  NOEN, Enzmann

Werner Mattes aus Großstelzendorf hat gemeinsam mit Jagdfreund Hubert Hardegger das 180 Hektar große Revier im Mailberger Wald von dem Souveränen Malteser Ritterorden gepachtet.

„Die Bezirkshauptmannschaft ordnet den Abschuss des jährlichen Wildzuwachses ab“, erklärt der 64-jährige Jäger und Landwirt. „Aus diesem Grund werden auch Gatterjagden durchgeführt.“ Er selbst habe wegen der Proteste der Tierschützer die Jagd abgesagt, „aus Rücksicht auf meine Jagdgäste“.

Mattes weist „Massaker“-Vorwurf zurück

Dass „Betuchte“ darunter sein sollen, weist er zurück: „Bei meinen Gästen handelt es sich um Jäger aus den westlichen Bundesländern, die dort keine Möglichkeit haben, Wildschweine zu bejagen.“ Zudem würden keine Jagdhunde eingesetzt werden. Das Wild werde „waidgerecht“ erlegt.

„Unseren Wildschweinen im Gatter geht es besser als denen in der freien Wildbahn“, ist Mattes überzeugt. Den Vorwurf „Massaker“ abzuhalten, weist er aufs Schärfste zurück. „Handzahm sind nur die Wildschweine, die regelmäßig von Besuchern in Zaunnähe oder beim Eingang gefüttert werden“. Die Pächter ersuchten auf Anschlagzetteln, die Tiere nicht zu füttern. Die Tafeln sind abgerissen worden.

Wann wieder eine Treibjagd abhalten wird, will der Gatterbetreiber nicht verraten. Verärgert ist Mattes über Interneteintragungen (Facebook), wo ihm ein baldiger Jagdunfall und andere Dinge gewünscht werden.

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