Erstellt am 10. Februar 2016, 03:33

von Sandra Frank

Park & Ride bei S 3: „Werden’s nicht mehr erleben“. Bei der Anschlussstelle der S 3 soll ein Parkplatz entstehen. Die Gemeinde ist dafür, glaubt aber nicht an baldige Umsetzung.

Guntersdorfs Bürgermeister Roland Weber weiß, dass auch die Asfinag die S 3 möglichst rasch ausbauen will. Foto: NÖN  |  NOEN, NÖN
„Wir können das jetzt beschließen, aber erleben werden das nur die ganz jungen Gemeinderäte“, meinte FPÖ-Mandatar Rudolf Grötzer, als es um den Grundsatzbeschluss zur Errichtung einer Park & Ride-Anlage ging.

Der Parkplatz für etwa 20 Pkw soll nämlich bei der Anschlussstelle der Weinviertler Schnellstraße S 3 entstehen. „Da gab es eine Besprechung. Die war vor Weihnachten, vor den Einsprüchen“, sagte Bürgermeister Roland Weber zähneknirschend.

„Der Wille ist auf jeden Fall da“

Durch zwei Einsprüche (

und unten) ist der Zeitplan zum Ausbau der Schnellstraße nun erneut in Gefahr. Die Park & Ride-Anlage soll jenen Pendlern Parkmöglichkeiten bieten, die sich aus den umliegenden Gemeinden zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen wollen.

Die Errichtungskosten für diese Anlage tragen die Asfinag und das Land NÖ, „die Erhaltung der Parkplätze muss die Gemeinde übernehmen“, klärte Weber seine Mandatare auf. Klar sei zudem, dass der Platz nur für Pkw gedacht ist. Lkw sollen dort nicht parken.

„Der Wille ist auf jeden Fall da“, wischte der Gemeindechef das Gemunkel weg, dass die Einsprüche vielleicht sogar von der Asfinag unterstützt würden. Er wies darauf hin, dass die Einsprüche derzeit noch keine aufschiebende Wirkung hätten, „erst beim Naturschutzbescheid haben wir ein Problem“.

Die Guntersdorfer sind jedenfalls seit Jahren mehr als bereit für den Ausbau der Schnellstraße, wie Landwirt Grötzer unterstrich: „Wir bauen die Äcker schon so an, wie die Trasse verläuft.“