Erstellt am 17. März 2016, 18:43

von Sandra Frank

Park&Drive: Bis zu 48 Stellplätze. Wird der Streckenabschnitt Hollabrunn-Guntersdorf der Weinviertler Schnellstraße S 3 ausgebaut, so sollen an den Anschlussstellen Hollabrunn, Guntersdorf und Wullersdorf Park&Drive-Anlagen entstehen.

 |  NOEN, Franz Enzmann
Am Dienstagabend wurde im Hollabrunner Gemeinderat darüber abgestimmt. Diese Abstellflächen sollen Pendlern, die sich zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen, als Parkplätze dienen. Die Kosten für die Errichtung übernehmen die Asfinag und das Land NÖ. Die Erhaltung entfällt auf die Gemeinde. Die Beleuchtungskörper werden in Hollabrunn ebenfalls von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Konkret handelt es sich um  24 Parkplätze, die bei der Anschlussstelle Hollabrunn errichtet werden sollen. Bei Bedarf kann auf 48 ausgedehnt werden, erklärte Vizebürgermeister Alfred Babinsky (ÖVP).

Neo-Gemeinderat Peter Tauschitz (SPÖ) stieg in seine erste Gemeinderatssitzung gleich mit einigen Fragen ein. „Gibt es überhaupt Bedarf?“ und „Wer nutzt diese Abstellflächen?“  wollte er vom Vizebürgermeister wissen. Tauschitz vermutet, dass nicht nur Hollabrunner, sondern vor allem Pendler aus nördlichen Gemeinden diese Parkplätze nutzen werden. Darum schlug er eine Kostenaufteilung vor.

VP, FP, Grüne und Liste Scharinger stimmten zu

„Die Asfinag hat den Bedarf erhoben und sich dann an uns gewandt“, berichtete Babinsky. Eine Kostenteilung hielt er nicht für gerechtfertigt, da in den nördlichen Gemeinden Wullersdorf und Guntersdorf ebenfalls Park&Drive-Anlagen geplant sind. Außerdem würden der Gemeinde ohnehin keine Kosten bei der Errichtung entstehen. „Bei der Erhaltung kommt in 20 Jahren Winterdienst aber einiges zusammen“, warf Tauschitz ein, der zumindest die Nachbargemeinde Grabern in die finanzielle Pflicht nehmen wollte. Denn Grabern bekommt keine Anschlussstelle und somit auch keine Park&Drive-Anlage.  

Der Sozialdemokrat schlug eine Absetzung des Tagesordnungspunktes vor, bis diese Frage geklärt sei. Doch die Mandatare der anderen Fraktionen sprachen sich gegen diese Forderung aus.
Bei der Abstimmung enthielten sich die SPÖ-Mandatare. VP, FP, Grüne und Liste Scharinger stimmten dem Übereinkommen über Bau und Betrieb der Park&Drive-Anlage zu.