Hadres , St. Pölten , Zellerndorf

Erstellt am 11. November 2017, 05:55

von Christian Pfeiffer

Kulturpreise NÖ: Hollabrunner Bezirks-Duo gewürdigt. Im Rahmen einer festlichen Gala überreichte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner zum ersten Mal die heurigen Kulturpreise des Landes Niederösterreich in St. Pölten.

Jakob Gasteiger, der sein Atelier in Pillersdorf hat, wurde von Landeshauptfrau Mikl-Leitner persönlich mit dem Würdigungspreis für Bildende Kunst ausgezeichnet.  |  Marschik

„Die Preisträger machen mit viel Engagement, Leidenschaft und Hingabe Kunst und Kultur spür- und erfahrbar! Heuer darf ich zum ersten Mal diese Preisverleihung als Landeshauptfrau vornehmen und dabei auch meine große, persönliche Wertschätzung für die außergewöhnlichen Leistungen der Geehrten zum Ausdruck bringen“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Maler Gasteiger im NÖN-Interview

Die Künstler wurden in kurzen Porträts des ORF NÖ vorgestellt. Moderatorin Claudia Schubert führte durch den glanzvollen Abend, der von der jungen Bläserphilharmonie NÖ unter Daniel Muck sowie vom Klarinettenquartett Mocatheca untermalt wurde.

Zu den Preisträgern gehörten heuer auch der Maler Jakob Gasteiger, der in Pillersdorf ein Atelier hat, und Erfolgsautor Alfred Komarek, der es ein wenig bedauert, mit seiner Kunstfigur des Gendarmen Polt verglichen zu werden. „Was Polt und mich vielleicht verbindet, ist eine gewisse Gutmütigkeit, eine Konfliktscheue, die zuweilen auch an Dummheit grenzt.“

Auch der weithin bekannte Autor Alfred Komarek konnte sich über den Würdigungspreis des Landes für Literatur sichtlich freuen. Foto: Marschik  |  Marschik

Aus Anlass der Verleihung des Würdigungspreises bat die NÖN den Maler Jakob Gasteiger um ein Interview.

Was war bei Ihrer Entscheidung für Pillersdorf ausschlagegebend?

Jakob Gasteiger: Ich habe schon lange ein Haus am Land gesucht und auf Reisen viele schöne Häuser gesehen. Letztendlich war aber die Nähe zu meinem Atelier und Wohnsitz in Wien ausschlaggebend, das Haus in Pillersdorf zu erwerben.

Gibt es Arbeiten, die in Pillersdorf entstehen, die im Wiener Atelier nicht entstehen würden?

Gasteiger: Ich habe in Pillersdorf nach 20 Jahren Unterbrechung wieder begonnen, mit Ölfarbe zu arbeiten. Diese dick aufgetragenen Farben brauchen zwei Jahre zum Trocknen und hier habe ich die Möglichkeit, die frischen Bilder zu lagern. Ich experimentiere hier auch und probiere neue Techniken und andere Formate. Hier entstehen meine Tondi – das sind große, scheibenförmige Bilder.

Was schätzen Sie speziell an Pillersdorf und der Region?

Gasteiger: Die schöne unverbaute Kulturlandschaft. Zwischen Pillersdorf und den Nachbarorten ist das Land nicht planlos verbaut, wie in vielen Gegenden Österreichs. Ich habe Nachbarn, mit denen ich mich gut verstehe und viele Freunde und Künstlerkollegen wohnen in der Nähe.

Macht es Sie stolz, wenn eigene Werke in renommierten Häusern und Museen präsentiert werden?

Gasteiger: Es ist eine große Bestätigung, dass ich mit meiner Malerei etwas zu sagen habe und von Museen, Galerien und Sammlern geschätzt werde.

Was bedeutet ihnen der Würdigungspreis?

Gasteiger: Der Preis ist eine große Ehre und ich freue mich sehr über diese Auszeichnung!