Erstellt am 11. Mai 2016, 04:04

von Franz Enzmann

Pistole & Pfefferspray: „Ein brutaler Bankräuber“. Erneuter Überfall auf die Raiffeisenbank in Seefeld-Kadolz. Täter flüchtete mit einem schwarzen Skoda nach Tschechien. 4.000 Euro Belohnung für Hinweise.

Dieser Unbekannte überfiel am 3. Mai die Bankfiliale in Seefeld. Foto: LKA NÖ  |  NOEN, LKA NÖ

Die kleine Filiale der Raiffeisenbank war vergangene Woche Schauplatz eines brutalen Raubüberfalls (NÖN.at hatte exklusiv berichtet, siehe unten).

Das Gerücht, dass das Fluchtfahrzeug gefunden wurde, bestätigte die Polizei bisher nicht. Bank-Direktor Franz Seidl will, dass der Täter gefunden wird: „Wir setzen 4.000 Euro Belohnung für die Ergreifung aus.“

Kundin in den Würgegriff gepresst

Die Bankangestellten glauben, dass es sich um denselben Täter handelt, der die Filiale bereits im Februar überfallen hat. Der Mann ist etwa 30 bis 40 Jahre alt, 180 Zentimeter groß, schlank, mit sportlicher Figur, mit Kapuzensweater und grauer Jogginghose, Marke Puma, bekleidet.

Er war nur mit einer Sonnenbrille „maskiert“ und bedrohte eine beim Kassenpult stehende Kundin, indem er sie mit einem Würgegriff an sich presste und seine Faustfeuerwaffe gegen ihren Kopf richtete.

„Er forderte die Bankangestellte auf, ihm ‚Alles Geld!‘ auszufolgen“, schildert Seidl die „brutale Vorgangsweise“ des Bankräubers.

Gefährliches Gerangel bei Geld-Übergabe

Bei der Geldübergabe kam es zu einem gefährlichen Gerangel zwischen der Bankkundin und dem Täter, wobei sich das Opfer in einem günstigen Moment losreißen und flüchten konnte. Nachdem der Täter die Beute in seiner Plastiktasche verstaut hatte, ging er in das Büro des Filialleiters, wo sich ein Angestellter mit einem Ehepaar aufhielt.

Der Verbrecher bedrohte die beiden Männer und die Frau mit seiner Waffe und setzte Pfefferspray ein. Danach ging der Mann zurück in den Schalterraum und besprühte die geschockte Kassierin ebenfalls mit dem Reizspray.

Dann rannte er zu seinem schwarzen Skoda Fabia, der am Parkplatz stand und flüchtete in Richtung Staatsgrenze. Am Wagen waren gestohlene tschechische Kennzeichen montiert. Ein aufmerksames Ehepaar beobachtete den Überfall und nahm die Verfolgung auf. In Jaroslavice konnte der Täter in unbekannte Richtung entkommen.