Erstellt am 08. Januar 2016, 04:53

von Sandra Frank

„Polit-Profi“ kehrt zurück. Stefan Zahlbrecht verlässt berufsbedingt den Gemeinderat. „Ich bleibe Wullersdorf aber treu.“ Das Mandat übernimmt sein Vater.

Stefan Zahlbracht, 26, legte sein Mandat in Wullersdorf berufsbedingt zurück. Foto: Frank  |  NOEN, Frank
Knapp ein Jahr war Stefan Zahlbrecht im Wullersdorfer Gemeinderat vertreten. Doch der junge SPÖ-Funktionär brachte Job und Amt nicht mehr unter einen Hut. Daher legte der 26-Jährige sein Mandat zurück. Somit kehrt sein Vater Adolf Zahlbrecht wieder in den Gemeinderat zurück.

„Ich bin ja quasi hineingewachsen“

„Ich hätte mein Mandat gerne länger behalten“, sagt der 26-Jährige im NÖN-Gespräch. Doch aus beruflichen Gründen sei es ihm leider nicht mehr möglich, sich entsprechend um die Anliegen der Bürger zu kümmern. „Als ich kandidiert habe, habe ich nicht mit dieser beruflichen Veränderung gerechnet“, erklärt der AMS-Angestellte, dass der Zeitaufwand für verschiedene Projekte größer geworden sei.

Berufsbedingt übersiedelte der Kalladorfer zudem nach Wien. „Ich bin aber nach wie vor für die Wullersdorfer im Einsatz und arbeite daran, dass die Jugend in der Partei mehr Gewicht bekommt.“

Dass er durch sein Mandat die Wullersdorfer Gemeinde aktiv mitgestalten konnte, war für den 26-Jährigen eine gute Erfahrung. Überrascht habe ihn eigentlich nichts, denn: „Ich bin ja quasi hineingewachsen“, wusste er durch seinen Vater über die Arbeit im Gemeinderat Bescheid. „Es ist aber ein bisschen schwierig, die Demokratie durchzusetzen, wenn die ÖVP die absolute Mehrheit hat.“

„Nicht einfach, junge Leute zu motivieren“

Auch wenn er dem Gemeinderat den Rücken kehren musste, wird Zahlbrecht der Partei erhalten bleiben. „Ich bin nach wie vor bei der SPÖ und im Landesvorstand der Jungen Generation. Ich bleibe dem Bezirk und Wullersdorf treu.“

„Natürlich tut‘s weh, wenn man einen Jungen verliert. Es ist ja nicht einfach, junge Leute zu motivieren“, ist SPÖ-Chef Gerhard Sklenar etwas betrübt, dass Zahlbrecht junior keine Zeit mehr für die Kommunalpolitik hat.

Aber: „Der Alte ist ja ein Polit-Profi“, sagt Sklenar lachend über die Rückkehr seines langjährigen Mitstreiters Adolf Zahlbrecht. Dieser wurde von VP-Bürgermeister Richard Hogl bereits angelobt und wird an der nächsten Gemeinderatssitzung wieder teilnehmen.