Seefeld-Kadolz , Retz , Mailberg , Pernersdorf

Erstellt am 29. Dezember 2016, 04:27

von Franz Enzmann

Wind-Pläne: Gegner überbringen Petition. Viele prominente Künstler, Schriftsteller, Unternehmer und Politiker beziehen eindeutig Stellung gegen geplante Windräder.

Die Plattformvertreter Andreas Kornherr, Martin Gartler und Christian Hartmann (v.l.) vor der Übergabe der unterzeichneten Petition.  |  NOEN, privat

Die Vertreter der Plattform „Rettet das Pulkautal“ konnten im Landhaus eine Petition gegen den geplanten Windpark Wullersdorf persönlich an Landesrat Stephan Pernkopf übergeben.

Komarek: negative Auswirkungen auf erwachenden Tourismus?

Die Petition wurde von den Bürgermeistern aus Laa an der Thaya, Retz, Pernersdorf, Haugsdorf, Alberndorf, Seefeld-Kadolz und Mailberg unterschrieben. Nur der Hadreser Ortschef unterzeichnete nicht, dafür aber sein Untermarkersdorfer VP-Ortsvorsteher Andreas Kornherr. „Auch eine große Anzahl an Gemeinderäten aller Fraktionen aus der Region haben sich unserem Protest angeschlossen“, freut sich Plattforminitiator Martin Gartler.

„Eine wichtige Stütze, dieses Industrieprojekt zu verhindern, das im Pulkautal keine Arbeitsplätze schafft und auch sonst keine Vorteile bietet, sind die vielen Künstler, Schriftsteller und Unternehmer“, erklärt Alberndorfs Bürgermeister Christian Hartmann die breite Unterstützungsfront.

„Die Kernaussage unserer Petition lautet: Wir appellieren an den Landeshauptmann Erwin Pröll, die Zerstörung der einzigartigen Pulkautaler Landschaft durch den Windpark mit 200 Meter hohen Windrädern auf der Hügelkette des Buchberges abzuwenden“, so Kornherr.

Buchautor Alfred Komarek befürchtet negative Auswirkungen auf den erwachenden Fremdenverkehr. Schriftsteller Peter Turrini spricht von „so vielen scheußlichen Dingen in einer so schönen Landschaft“. Auch Schauspieler Erwin Steinhauer, Karl Hohenlohe und Gutsbesitzer Maximilian Hardegg mahnen, dass die Kulturlandschaft für nachfolgende Generationen erhalten bleiben muss.

„Das Gespräch mit Landesrat Pernkopf war sehr konstruktiv und wir hoffen auf ein Einlenken“, resümiert Aktivist Gartler.