Erstellt am 10. Februar 2016, 05:18

von Christoph Reiterer

Quo vadis, Stadt-SPÖ?. In die Hollabrunner Sozialdemokratie soll Ruhe einkehren. Eine richtungsweisende Entscheidung steht an.

Die Ortsgruppe Hollabrunn des Pensionistenverbandes feierte am Samstag ihr Faschingsfest. Als Ehrengäste waren Stadträtin Elke Stifter (l.), Gemeinderat Josef Frank und Stadtparteivorsitzender Günter Schieder anwesend. Jetzt ist die närrische Zeit vorbei - auch politisch? Am Sonntag werden die Weichen für die Zukunft der SPÖ gestellt.  |  NOEN, NÖN

Seit Wochen arbeiten in der SPÖ Hollabrunn der vom Bezirksvorsitzenden Werner Gössl unterstützte „Raffel/Öller-Flügel“ und der „Stifter/Eckhardt/Frank-Flügel“ nebeneinander. Eine Wiedervereinigung scheint ausgeschlossen.

Am Sonntag sollen endlich die Fronten geklärt werden. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Stadt-SPÖ sind die mehr als 100 Mitglieder aufgerufen, zu entscheiden, wem sie ihr Vertrauen schenken.

„Putscher“ wollen nicht auf Mandate verzichten

Beide Seiten wollen vor der Versammlung kein Öl ins Feuer gießen, nicht unnötig die Emotionen hochkochen lassen. Fakt ist: Es stellen sich zwei Listen der Wahl.

Die eine mit Stefan Schnepf (31) an der Spitze, unterstützt unter anderen von den Gemeinderäten Jakob Raffel und Claudia Öller und auch die Präferenz von Werner Gössl, der sein Amt als Bezirksparteichef nicht mit dem Ergebnis der Wahl verknüpft. Schließlich soll das rote Tohuwabohu von Hollabrunn nicht in den Bezirk hineingetragen werden.

An der Spitze der zweiten Liste steht der frühere Gemeinderat Friedrich Dechant (30), unter anderen unterstützt von Stadträtin Elke Stifter, Klubobmann Alexander Eckhardt, den Gemeinderäten Josef Frank und Elke Sklenar. Letztere, die gegen die alten Strukturen in der SPÖ „geputscht“ haben, wollen auch im Falle einer Niederlage nicht auf ihre Mandate verzichten.

Der Stadtausschuss wird jedenfalls neu gewählt. Als Nachfolger des scheidenden Bezirkssekretärs Günter Tröger wird Patrick Eber gehandelt.