Erstellt am 23. Mai 2016, 12:10

von Sandra Frank

Raschala als Vorbild für die ganze Gemeinde. „Raschala ist mit seiner Geschichte tief verwurzelt und das Ortszeichen – wir können es ruhig Wappen nennen – soll auf an diese Geschichte erinnern“, sagte Bürgermeister Erwin Bernreiter, als er am vergangenen Samstag den Raschalaern ihr Ortszeichen überreichte.

 |  NOEN, Frank
„Raschala ist mit seiner Geschichte tief verwurzelt und das Ortszeichen – wir können es ruhig Wappen nennnen – soll auch an diese Geschichte erinnern“, sagte Bürgermeister Erwin Bernreiter, als er am vergangenen Samstag den Raschalaern ihr Ortszeichen überreichte.

Dass die Katastralgemeinde ihr eigenes Zeichen bekommt, dafür setzte sich Gemeinderat Josef Frank ein. Er ist ein Ur-Raschalaer und erforscht als Hobbyhistoriker die Geschichte seines Heimatortes. An dieser Geschichte ließ er das Publikum bei der Feier teilhaben. „Es ist ein Freudentag, wenn man ein Ortszeichen überreicht bekommt“, weiß Frank, dass nur wenigen Katastralgemeinden diese Ehre zuteilwird.

Das Jahr 1208 war es, als Raschala das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Warum das Ortszeichen mit seinen zwei Rebmessern auf grünem Hintergrund an das Wappen der Familie Dietrichstein angelehnt ist, erklärte Frank: „Die Familie hat Raschala mehr als 200 Jahre bewirtschaftet.“

Das Wappen ist im Original noch am Weinkeller des Forsthauses zu sehen. „Seien Sie stolz auf diese Geschichte und auf dieses Ortszeichen für Raschala“, beendete Frank seine Ausführungen.

"Ihr seit ein Vorbild für die ganze Gemeinde"

„Es ist nicht nur ein Emblem oder ein Logo, sondern ein Sinnbild der Identität“, führte Bernreiter den Wunsch der Raschalaer auf ein eigenes Ortszeichen auf das funktionierende Dorfleben zurück. „Das Ortszeichen ist Symbol eurer Heimat. Damit seid ihr ein Vorbild für die ganze Gemeinde“, lobte er die Katastralgemeinde.

Enthüllt wurde das Zeichen vom Bürgermeister, gemeinsam mit Gemeinderat Frank. Zu sehen ist es am Dorfhaus, das übrigens einen neuen Vorplatz hat. Rechtzeitig zur Feier wurde dieser von Walter Frank fertiggestellt.

Pfarrer Franz Pfeifer, der das Ortszeichen segnete, wünschte sich, dass sich mehr Menschen so in Gastfreundschaft üben würden, „wie die Raschalaer das in wunderbarer Weise tun, und keine Angst haben vor den Fremden, die da aus Hollabrunn daherkommen“, sagte er schmunzelnd.

Nach dem offiziellen Teil gönnten sich Dorfbewohner und prominente Gäste – einige mit Raschalaer Wurzeln – ein Achterl in der Sonne. Ganz auf Geheiß des Ortsvorstehers Helmuth Semmelmeyer, der das Publikum mit den Worten „jetzt trink ma amoi“ entließ.