Erstellt am 24. September 2015, 07:32

von Karin Widhalm

Retz: Breitband für zwei Orte. Der Gemeinderat stimmte zu, den Netzausbau für Kleinhöflein & Kleinriedenthal mit Grabungsarbeiten zu unterstützen.

»Das ist überhaupt kein Thema«, will Günther Hofer (FÜRETZ) nur Spielraum für Modifikationen.  |  NOEN, Fotos: Archiv

Recht kurz war die vorige Gemeinderatssitzung, die nicht einmal eine halbe Stunde dauerte. Die meisten Tagesordnungspunkte betraf Liegenschaftsangelegenheiten, die einstimmig – wie auch alles andere – zu Beschluss gekommen sind. Länger besprochen wurde der Grundsatzbeschluss, der den Ausbau des Breitbandnetzes für Kleinhöflein und Kleinriedenthal behandelte.

20.000 Euro für Grabungsarbeiten budgetiert

Die beiden Ortschaften „haben einen ganz schlechten Empfang“, begründete Bürgermeister Helmut Koch (ÖVP). 20.000 Euro möchte die Stadtgemeinde für Grabungsarbeiten des Bauhofs budgetieren, damit die Kupferkabeln verlegt werden können.

Stadtrat Günther Hofer und Gemeinderat Karl Breitenfelder (FÜRETZ) empfahlen, den Grundsatzbeschluss so aufzusetzen, dass die Gemeinde flexibel bleiben kann. „Sonst haben wir keine Möglichkeit für Änderungen“, denkt Breitenfelder schon an das Abkommen mit A1. Koch erklärte sich damit einverstanden, betonte aber auch: „Ich will nicht, dass die Bürger zwölf Jahre warten müssen.“ Hofer: „Das ist kein Thema“, steht er hinter dem Vorhaben. „Es geht auch ums Budget, damit wir‘s im nächsten Jahr einplanen können“, ergänzte Finanzstadtrat Gerold Blei (ÖVP).

Einsatz von Alternativenergie angedacht

Walter Fallheier (FÜRETZ) brachte die Idee ein, ob nicht gleich die Verlegung von Rohren für Alternativenergie angedacht werden könnte, wenn schon Grabungen vorgenommen werden. „Das werden wir prüfen“, will sich dies Koch im Hinterkopf behalten. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt: Der Rechnungsabschluss 2014 der Bürgerspitalstiftung wurde dem Land NÖ, das die Buchungen kontrolliert, vorgelegt. „Es gibt keine Vorbehalte“, berichtet der Bürgermeister. Der Gemeinderat hieß einstimmig den Rechnungsabschluss gut.

Bedürftige Gemeindemitglieder werden unterstützt

Das Vermögen des früheren Bürgerspitals umfasste Gebäude, Äcker, Wiesen, Weingärten und Wald, das vermacht oder gespendet wurde. Die Stiftung besteht noch heute: Die Erträge des verbliebenen Grundbesitzes müssen mündelsicher angelegt werden. Bedürftige Gemeindemitglieder werden damit unterstützt. Zuletzt wurde ein Grund für die Spange Retzer Land veräußert.


Bericht an den Rat

Im Bürgermeister-Bericht an den Gemeinderat war neben den Flüchtlingen (Seite 37) die frühere Bierhalle-Diskothek Thema.

Helmut Koch informierte den Gemeinderat, dass der Besitzer an einen Verkauf denkt. „Er hat‘s mit 100.000 Euro angeschlagen“, so Koch. „Ich glaube, dass wir das nicht brauchen.“ Walter Fallheier (FÜRETZ): „100.000 Euro können wir uns nicht leisten.“ Wenn der Preis aber „ganz wesentlich günstiger wäre“, könnte die Gemeinde schon einen Erwerb in Erwägung ziehen. Fallheier könnte sich vorstellen, dass die Räumlichkeit als Depot für das Museum Retz ideal wäre. „Ich geb‘s nur zu bedenken“, erklärte er. „Das werden wir weiterverfolgen“, will Koch den Gedanken aufgreifen.

Koch machte zudem kund, dass die gemeinsame Baumpflanzung der Städte Retz und Znaim bei der Neuen Mittelschule für Anfang Oktober vorgesehen ist.

Und: Gutachten werden abgewartet, wo die Ursache für die Feuchtigkeitsschäden beim Sgraffittohaus liegen. Der Verdacht besteht, dass die Stadtgemeinde ersatzpflichtig sei.