Retz

Erstellt am 18. August 2016, 05:07

von Karin Widhalm

Flüchtlinge: Quartier wird umgesiedelt. Rotes Kreuz verlegt Notunterkunft in ein Haus mit besseren Bedingungen. Platz für zusätzliche Asylsuchende entsteht.

Das „Richter-Haus“ in der Roseggergasse wurde einen Monat vor der Aufnahme der ersten Flüchtlinge im Vorjahr notdürftig adaptiert. Im September wird umgesiedelt. Foto: Archiv  |  Archiv

Das Rote Kreuz, Bezirksstelle Retz, betreut momentan 14 Flüchtlinge in der Roseggergasse. Aber: „Unser notdürftiges Quartier wird den Winter nicht überleben“, verkündete Bezirksstellenleiter Benjamin Thal im Juli. Ein neues Quartier wurde gefunden.

Qualitative und räumliche Verbesserung der Wohnstätte

Das Haus in der Roseggergasse, unter den Retzern als „Richter-Haus“ bekannt, wurde im August des Vorjahres als Unterkunft für geflohene Menschen notdürftig adaptiert. „Als längerfristiges Grundversorgungsquartier kann es aus energietechnischen Gründen und wegen der Aufteilung der Räumlichkeiten nicht mehr bestehen“, erklärt Geschäftsführer Walter Tobeiner. „Wir werden im September in die Znaimer Straße übersiedeln“, ergänzt er.

Das bedeutet eine qualitative und räumliche Verbesserung der Wohnstätte, sodass das Rote Kreuz zusätzliche zwölf Plätze für Flüchtlinge aufnehmen kann. Die Stadtgemeinde kann aus diesem Grund die vom Bund vorgegebene Quote erfüllen. Jede Gemeinde solle 1,5 Prozent Flüchtlingen in Relation zur Einwohnerzahl ein Obdach geben.

Das „Richter-Haus“ steht im Besitz des Roten Kreuzes und wird während des Umbaus und der Erweiterung des bestehenden Rotkreuz-Hauses als Garage und Lager dienen. „Danach werden wir weiter entscheiden“, ist laut Tobeiner noch nicht klar, wie die weitere Nachnutzung aussehen wird.

Das Rote Kreuz ist dankbar für aktuell benötigte Spenden. Die Liste ist abrufbar unter: roteskreuz.at/noe/dienststellen/retz