Retz

Erstellt am 20. Oktober 2016, 11:20

von NÖN Redaktion

„Ski-Spione“ aus dem Reich der Mitte. Besonderen Besuch hatte der Hollabrunner Ski-Historiker Arno Klien: Drei Gäste aus der chinesischen Region Altay landeten mit zweistündiger Verspätung in Wien, besuchten das Weinlesefest in Retz, genossen dort die Bewirtung des Familie Hofer (Sturm und Blunzengröstl waren der Hit) und freuten sich über eine Flasche des exklusiven Andreas-Hofer-Weines für den Export nach China.

Vom Sporthotel in Hollabrunn gab es am nächsten Morgen eine Fahrt durch den Kellerkatzen-Themenweg, ehe Arno Klien seine skihistorischen Schätze und Expertisen zeigte.

Gedankenaustausch zwischen Ost und West

Weitere gemeinsame Stationen waren Mürzzuschlag mit dem FIS-WinterSportMuseum, Lilienfeld in illustrer Nostalgie-Runde und der Eggerwirt in Kitzbühel. Dort bot am folgenden Tag ein Seminar im Rathaus ausreichend Gelegenheit zum Gedankenaustausch zwischen Ost und West.

Shan Zhaojian stellte den Kongressreport von der Altay Ski-Konferenz vor, Ayiken Jiashan beschrieb die kulturelle Entwicklung des Skilaufs im Hinblick auf die ältesten prähistorischen Felsmalereien, die älter als 12.000 Jahre alt sein dürften, John B. Allen aus den USA schilderte in Bildern die Entwicklung des Skilaufs in Österreich und Andreas Brugger richtete sein Augenmerk auf Kitzbühel als ein früher Brennpunkt des internationalen Skilaufs.

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„Kitzbühel war einmal mehr ein internationaler Treffpunkt, diesmal von Experten nicht nur der Skigeschichte: Der TSV-Präsident Werner Margreiter etwa entwickelt in Altay das moderneste Skigebiet in China – Ayhai“, berichtet Klien, der mit seinen fernöstlichen Gästen auch noch Innsbruck (mit ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner) und St. Anton am Arlberg (mit Interski-Präsident Erich Melmer) bereiste.

"Wird zu weiteren Kooperationen kommen"

Die Chinesen nahmen außerdem an der FIS-Konferenz in Zürich teil. Über Bern, Basel und München führte sie ihr weiterer Europa-Trip. „Die intensiven Stunden in Österreich werden ihnen noch lange in Erinnerung bleiben“, ist Klien überzeugt. „Sowohl was die Olympischen Winterspiele anlangt, den Tourismus, aber auch das Lehrwesen betreffend, wird es zu weiteren Kooperationen kommen.“

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