Erstellt am 17. September 2015, 06:02

von Karin Widhalm

Richter-Haus ist bereit. Rotkreuz-Geschäftsführer Walter Tobeiner geht davon aus, dass in kürzester Zeit Hilfesuchende eintreffen werden.

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"Menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern" steht unter dem Grundsatz „Menschlichkeit“ des Roten Kreuzes. Die Retzer Bezirksstelle erfüllt dies; auch, indem sie Kriegsflüchtlinge aufnehmen will. Das „Richter-Haus“ an der Ecke Kremserstraße und Roseggergasse wurde dafür zügig adaptiert.

Intensive Umbauphase

Der erste Stock war in den letzten Wochen eine Baustelle: Wohnungen sind dort entstanden. Baufirmen hatten sich intensiv dieser Sache angenommen. Manche hätten ihre Arbeitsleistung oder die Baumaterialien oder gleich die ganze Einsatzleistung gesponsert.

„Sehr viele Privatpersonen, die vorher nichts mit dem Roten Kreuz am Hut hatten, halfen mit – zum Beispiel beim Ausmalen“, berichtet Geschäftsführer Walter Tobeiner. Er ist froh über das spürbare Engagement in der Bevölkerung. Sachspenden seien zudem im Rotkreuz-Haus eingelangt. Die Organisation aktualisiert täglich auf der Homepage, was derzeit benötigt wird.

Quartier für 15 Personen angeboten

Tobeiner geht davon aus, dass die Flüchtlinge noch im Laufe dieser Woche kommen werden. Eine fixe Zusage gäbe es aber noch nicht. „Wir haben ein Quartier für 15 Personen angeboten“, kann er mittlerweile die genaue Zahl nennen. Ob der gesamte Platz vergeben werden kann, weiß er noch nicht. „Das wird sehr spontan entschieden.“

Die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt das Rote Kreuz. Der Verein „menschen.leben“ arbeitet mit der Organisation in den Bereichen Deutschkurse und Ehrenamt zusammen. „Wir sind diesbezüglich gut vernetzt“, erzählt Jörg Trobolowitsch, im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
 


Was benötigt wird:

Das Rote Kreuz bittet um Sachspenden, gebraucht wird zurzeit (Stand: 13. September):

  • Waschmittel
  • Haarshampoo
  • Duschgel
  • Seife
  • Zahnpasta
  • Wohnzimmercouch
  • Gefrierschrank
  • Waschmaschine
  • Besteckladeneinsatz

Die Geräte müssen einwandfrei funktionieren und intakt sein.

Die Spendenabgabe sollte zuvor telefonisch angekündet werden, am besten Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr unter der Nummer 059144-57400.

Die angeführte Liste wird ständig auf der Website der Bezirksstelle aktualisiert; auch, weil laufend Sachspenden einlangen:  roteskreuz.at/noe/dienststellen/retz/organisieren/startseite/

Ein Spendenkonto wurde zudem eingerichtet:
Erste Bank der Österreichischen Sparkassen,
IBAN: AT282011180513273701
BIC: GIBAATWW
Verwendungszweck: Flüchtlinge Retz